0361 - 34 53 800

Leichtathletik

Faszinierend ist es, einen unterschenkelamputierten Weitspringer weit über 7m springen zu sehen. Schier unglaublich scheint es, wenn ein blinder Mensch fast so schnell wie ein Nichtbehinderter die 100m sprintet, dies aber im Gleichklang mit seinem sehenden Guide in perfekter Harmonie praktiziert, wenn querschnittsgelähmte Werfer aus einem Wurfstuhl heraus den Diskus über 50m weit schleudern, Frauen mit Carbonfedern an den Oberschenkelprothesen schnell sprinten, Männer mit geistiger Behinderung die 7,25kg-Kugel über 16m weit stoßen, Rennrollstuhlfahrer mit 40 km/h über die Stadionrunde zu fliegen scheinen, oder Cerebralparetiker perfekt koordinierte Bewegungsabläufe im Wettkampf umsetzen.

Wer kann mit einer Behinderung Leichtathletik betreiben und wie ist das organisiert?

Grundsätzlich wird in Track (Bahn/Straßenwettbewerbe) und Field (technische Wettbewerbe) unterschieden. Grundlage sind das IPC Regelwerk und die IPC Klassifizierungskriterien.

Es wird unterteilt in:

  • Menschen mit Sehbehinderung
  • Menschen mit Cerebralparese
  • Menschen mit mentaler Behinderung
  • Menschen mit körperlicher Behinderung
  • Menschen mit Querschnittslähmung

In Thüringen gibt es in Bad Blankenburg/Saalfeld, Zeulenroda, Leinefelde-Worbis und Erfurt Stützpunkte, an denen diese faszinierende Sportart von Menschen mit Behinderung leistungsorientiert betrieben werden kann. Landeskadermaßnahmen finden in Erfurt statt, weil hier die Leichtathletikhalle im Winter genutzt werden kann.

Fachwart

Carsten Weiss

Ausschreibungen

Ausschreibungen

Aktuelles

DM DBS im Rahmen des 44. BMW Marathons Berlin

Leichtathletik -

43.852 Läufer aus 137 Nationen waren am 24.09.2017 in Berlin an dem Start, darunter 3 Athleten unserer Blindenlaufschule. Für diese war es ein ganz besonderer Lauf, es waren die Deutschen Meisterschaften im Marathon des Deutschen Behindertensports. Klar das einer solchen sportlichen Herausforderung ein besonderes Training und eine gute Planung voraus geht. ...mehr

Die Organisation des Para – Marathons lag federführend in den Händen von Marion Peters, die dieses sportliche Event pravourös vorbereitet und begleitet hat. Sportler und Guides waren gleichermaßen aufgeregt, als am Sonntagmorgen die Startplätze in der 7. Reihe (gleich nach dem Spitzenfeld der weltbesten Läufer) eingenommen wurden. Die Bedingungen waren nicht ganz optimal, Nebel, hohe Luftfeuchtigkeit und teils Regen. Das Gefühl war grandios als der Startschuss fiel und mit ihm die Nervosität schwand. Der Kampf um die begehrten Podestplätze begann. 42 km laufen, das heißt kämpfen, schwitzen und Schmerzen, aber auch Freude und Stolz. Die Zuschauer feuerten an, die Trommler heizten mit flotten Rhythmen ein und die Guides (die Augen unserer blinden und sehbehinderten Läufer), gaben ihr Bestes um sicher und verletzungsfrei ins Ziel zu führen. Es war ein überwältigender Zieleinlauf. Mit Harald Lange vom HC Erfurt (Startklasse T13 – seheingeschränkt) überquerte der erste Sportler des DBS in 03:01:57 h die Ziellinie. In der Startklasse T11 – vollblind, erreichte als Hans- Reinhard Hupe in der super Zeit von 03:09:06 h das Ziel, welches für ihn die Goldmedaille seiner Starterklasse bedeutete, dicht gefolgt von Steffen Klitschka (T12 stark seheingeschränkt). Dieser absolvierte den Marathon in der starken Zeit von 03:10:37 h und errang mit dieser Zeit die Silbermedaille . Beiden Sportler unseres Vereins gratulieren wir zu ihrem Erfolg auf Herzlichste. Die Bronzemedaille erlief sich Anton Luber (T11) aus Nürnberg, auch ihm herzlichen Glückwunsch. Bei den Frauen siegte Ulrike Wilhelm (T12) über die 42 km in der Zeit von 04:09:06h und sorgte mit ihrer spitzen Leistung für einen 3- fachen Erfolg unseres Vereins. Dank gilt auch den Guides Juliana Löffler, Alexander Hupe, Mario Leimbach und Matthias Hupe die mit ihrer Führtätigkeiten zu diesen Erfolgen beitrugen.

Hier geht es zu einem weiteren Bericht vom Sieger Harry Lange vom Verein HSC Erfurt e. V.

https://www.harry-lange.com/2017/09/25/deutsche-meisterschaft-des-dbs-in-einem-rennen-kann-dir-alles-passieren/

Das Bundesfinale “Jugend trainiert für Paralympics”

Leichtathletik -

Das Bundesfinale “Jugend trainiert für Paralympics”….

fand vom 17.09.-21.09.2017 wie immer in Berlin statt.
Für Thüringen startete die „Schule am Andreasried – Erfurt“, verstärkt mit jeweils  1 Schülerin aus der Evangelischen Grundschule Erfurt und der Regelschule „Robert-Bosch“ aus Arnstadt.  Sie traten in der Sportart Leichtathletik an. ...mehr

Jugend trainiert für Olympia / Paralympics ist eine Initiative der Deutschen  Schulsportstiftung und findet in vielen Sportarten statt. Speziell bei Jugend trainiert für Paralympics ist, dass die Sportler nicht aus einer Schule kommen müssen, sondern dürfen sich aus verschiedenen Schulen zusammensetzen. Dies ist ganz im Sinne der Inklusion und ermöglicht den Sportlern, welche inklusiv beschult werden, auch an diesem Wettkampf teilnehmen zu dürfen.  
Im Einzelnen dabei waren:

Anabell Förster, Mohammad Rezaei, Steven Hahn,  Jonas Luleich, Pia Schütt, Phillip Clas, Marcel Leppin (Schule am Andreasried – Erfurt), Nora Wenderholm (Evangelische Grundschule – Erfurt), Paula Keiner (Regelschule „Robert-Bosch“ Erfurt), Betreuer: Sandra Duphorn, Carsten Weiss

Am Sonntagmittag ging es mit dem Zug Richtung Berlin, wo als erstes die Akkreditierung für die gesamte Mannschaft durchgeführt werden musste.
Danach wurden schnell die Zimmer bezogen und mit Abendbrot und letzten Einweisungen für die Betreuer ging der Tag zu Ende.
Am Montag war dann der erste Wettkampftag. Dort starteten unsere jüngeren  Teilnehmer Anabell, Pia, Nora, Paula, Phillip und Jonas.  Auffällig war, dass viele Mannschaften mit jungen Sportlern kamen.   
Unsere Sportler waren im Vergleich zum letzten Jahr zwar in der WK II wieder Fünfter, aber diesmal eben unter 15 Mannschaften, statt wie im letzten Jahr von 11.  Man merkte es auch an den gezeigten Leistungen, welche fast bei jedem zu mehr Punkten als im letzten Jahr gereicht hat. Am Dienstag dann der Tag für die Teilnehmer der WK III. Dort sind von uns, aufgrund nicht zur Verfügung stehender passender Sportler, leider nur 3 Startern angetreten. Trotzdem eine Steigerung zum Vorjahr, wo kein Sportler in dieser Altersklasse angetreten ist. Trotz ihrer insgesamt sehr guten Leistungen konnten sie somit den fünften Platz nicht halten und sind auf den in der Gesamtwertung 10. Platz abgerutscht. Alle Teilnehmer haben aber sehr gut gekämpft und alles gegeben.  Auch unsere Erststarter konnten sehr gute Ergebnisse einfahren und uns für spätere Jahre wieder hoffen lassen.   Alle Betreuer und Interessierten für unsere Kids waren wieder sehr zufrieden.

Der Mittwoch stand dann wieder ganz im Zeichen des Kennenlernens der Bundeshauptstadt Berlin.  Nach 3 Jahren Reichstagsgebäude hatten wir uns dieses Jahr  für die Besichtigung des Fernsehturmes entschieden.
Mit dem Fahrstuhl in 40sec in ca. 200m Höhe und schon lag uns Berlin zu Füßen.
Die markanten Gebäude wurden von den Schülern recht schnell erkannt, der Rest durch die Betreuer oder die entsprechenden Hinweistafeln geklärt. Danach ging es zu Fuß in Richtung Brandenburger Tor und auf der Wiese vor dem Reichstag wurde dann eine kleine Picknick-Pause eingelegt.

Das Hauptevent am Mittwoch ist aber auch immer wieder die sehr gut organisierte Abschlussfeier für alle Teilnehmer „Jugend trainiert für Olympia“ und „Jugend trainiert für Paralympics“  in den verschiedenen Sportarten. Die Sportler, welche schon mal dabei waren,  freuen sich von Anfang an auf diese Veranstaltung, wird sie doch immer sehr gut vorbereitet und durchgeführt.
Dort fanden dann alle Siegerehrungen statt, aufgefüllt mit sehenswerten Unterhaltungsbeiträgen. Am Ende dann die Disco für die Teilnehmer. Völlig ermüdet fielen die Kids ins Bett zur letzten Nacht in Berlin.
Am Donnerstag waren wir pünktlich 14:02 Uhr auf dem Erfurter Bahnhof und die Kids wurden den Eltern übergeben, welche sich jetzt die ganzen Erlebnisse anhören wollten und mussten.
Die BetreuerInnen  bedanken sich bei den Teilnehmern für Ihre sportlichen Leistungen und die vorbildliche Disziplin über den gesamten Zeitraum.
Im nächsten Jahr wird auf alle Fälle wieder eine Thüringer Leichtathletik-Mannschaft dabei sein.

Sandra Duphorn

SCHWARZAER PARALEICHTATHLETEN BEI DEN CZECHOPEN

Leichtathletik -

SCHWARZAER PARALEICHTATHLETEN BEI DEN CZECHOPEN

Am 25. und 26. August diesen Jahres fanden im mährischen Olomouc die tschechischen Paraleichtathletikmeisterschaften statt. Athleten aus Tschechien, Polen, Ungarn, Österreich, Kroatien, Italien, Irland, Iran und Deutschland wollten sich die begehrten Medaillen sichern. Stark vertreten waren hier traditionsgemäß die Wurfdisziplinen, so machten sich die Athleten vom SV 1883 Schwarza auf um bei der Medaillenvergabe ein Wörtchen mit zu reden. Zum Beginn der Wettbewerbe belegte M. Sandmann in der zusammengelegten Gruppe F33/34 und F54 im Kugelstoßen mit 5,26m Platz 5. Danach fand das Diskuswerfen der Klasse F55 statt. Und hier spielten die Thüringer ihre jahrelange Erfahrung aus.

...mehr

Nils Paschold dominierte die Konkurrenz mit persönlicher Jahresbestweite von 29,23m und siegte vor Patrick Bergner, der mit 21,21m den 2. Platz belegte. Im Kugelstoßen der F55 holte sich Nils dann seine zweite Goldmedaille
Am 2. Wettkampftag ging Tino Philipp in den Diskusring und stellte sich der internationalen Konkurrenz der Klassen  F20,38,42,44,46. Sein bester Wurf landete bei 32,32m  was nach Punktewertung Rang 3 und somit die Bronzemedaille bedeutete. Im Speerwurf und Diskuswurf der Klasse F31,32,33,F34, F54 belegte aufgrund der Punktewertung M. Sandmann jeweils Rang 5 mit 12,40m bzw. 14,00m(SB).
Zum Abschluss der Meisterschaft belegten Nils und Patrick noch die Plätze 4 und 6 der Klasse F55 im Speerwurf.
Das deutsche Ergebnis bereicherte noch der Sachsen-Anhaltiner Ralf Düring, der Bronze über 100m der Klassen T 11, 20, 36 und 46 errang.
So fuhren die Schwarzaer Werfer zum Saisonabschluss mit einem kompletten Medaillensatz von einer sehr gut organisierten Veranstaltung nach Hause.

 

Deutschlandlauf 2017

Ein Bericht von Harald Lange (HSC Erfurt e.V.)

https://www.harry-lange.com/2017/05/15/deutschlandlauf-1300km-in-19-tagen/

Wurfmeeting Gotha

20. Gothaer Schlossmeeting erlebt erneute Inklusion

Schon seit fast 10 Jahren sind wir Sportler mit Handicap Bestandteil des Schlossmeeting zu Gotha. Über diese gesamte Zeit, sind Nils Paschold und Marco Pompe die absoluten Dauerbrenner im Wurfstuhl am Kugelstoßring. Für die Initiatoren des Meetings, Michael und Andy Dittmar ist Inklusion ein wichtiger Punkt des Meetings, und dies schon über Jahre. Es wird nicht nur darüber gesprochen, sondern jedes Jahr wieder neu gelebt, so „Pompe“.

...mehr

Für einen Auftakt nach Maß hatte Sara Gambetta (SC DHfK Leipzig) gesorgt, im ersten Versuch verbesserte sie ihren Hausrekord auf 18,22 Meter, und im zweiten Durchgang setzten Sie mit 18,46 Meter noch einen drauf.

Der Meeting-Initiator „Andy Dittmar“ konnte mit 18,38 Meter Platz fünf in der Gesamtwertung der Herren und somit die Saison-Bestleistung für sich verbuchen.

Für mehrfach gute Stimmung im Rosengarten sorgte der Athlet „David Storl vom SC DHfK Leipzig. Gleich denn zweiten Versuch mit der 7,26 Kilogramm schweren Kugel, setzte Er auf 21,87 Meter. Im nächsten Jahr werden dann sicherlich auch die 22,00 m fallen.

Beim ewigen Duell der Sportler mit Handicap wurden ebenfalls Top-Resultate erreicht. Hier setzte sich dieses Jahr Nils Paschold (SV Schwarza 1883 / 8,45 Meter) durch und revanchierte sich bei Marco Pompe (Basketball in Gotha / 8,00 Meter) für die Niederlage aus 2016.

Auf seine Teilnahme musste dagegen Paralympics-Sieger Niko Kappel aus Sindelfingen verzichten, weil der Sportler bereits in London die Weltmeisterschaften der Behinderten angehen wird.

Das 20. Gothaer Schloss-Meeting wird mit über 1000 Gästen in besten Erinnerung bleiben. Wir Sportler mit Handicap, bedanken uns beim Michael & Andy Dittmar für die erneute Einladung, zu einer ganz großen Sportveranstaltung in Thüringen. Für das nächste Jahr werden wir gemeinsam versuchen, weitere Sportler mit Handicap zum Meeting zu holen.

 

Blindenstaffel schreibt am Rennsteig Geschichte

Eine Vision wird wahr - 10 blinde bzw. stark seheingeschränkte Athleten erlaufen am 24.06.2017 den gesamten Rennsteig (172 km) von Blankenstein nach Hörschel.
Es ist einer der größten Staffelläufe, der Rennsteigstaffellauf. Die 230 Startplätze sind rar und innerhalb einer Minute nach Freigabe der Anmeldung vergeben. Unsere Blindenlaufstaffel war eine der glücklichen, die in diesem Jahr gemeinsam mit weiteren 229 Mannschaften ihre läuferischen Talente im Wettkampf messen konnte.

...mehr

Die Wochen der Vorbereitungen warfen ihre Schatten voraus, nichts sollte dem Zufall überlassen werden und so waren neben dem startenden Team, bestehend aus 10 blinden bzw. stark seheingeschränkten Läufern,10 Guides und 2 Fahrradfahrer, viele Helfer bestrebt, diesem sportlichen Event das Siegel der Einmaligkeit zu bescheinigen. Selbst das Wetter war nicht zu toppen, Sonne pur und das den ganzen Tag! Die Stimmung der Mannschaft konnte nicht besser sein. Die Leistung der Sportler, die nach 15:40;50 h verletzungsfrei ins Ziel kamen, verdient es namentlich vorgestellt zu werden.
1. Etappe: Ralf Arnold (Guide, Gernot) – 17,6 km in 1:30:02 h, Pace 5:07
2. Lena Dieter (Guide Alexander Hupe) – 18,6 km in 1:57:07 h, Pace 6:18
3. Gerd Franzka (Guide, Martin Sander) – 13,5 km in 1:29:22 h, Pace 6:36
4. Tieng Fung Yap (Guide, Andy Römhild) – 19,9 km in 1:50:58 h, Pace 5:35
5. Anton Luber (Guide, Sven Drößmar) – 17,9 km in 1:42:01 h, Pace 5:42
6. Hans- Reinhar Hupe (Guide, Mario Leimbach) – 20 km in 1:35:38 h, Pace 4:47
7. Ulrike Wilhelm (Guide, Juliana Löffer) – 13, 7 km in 1:21:12 h, Pace 5:56
8. Regina Vollbecht (Guide, Martin Gerlach) – 13;9 km in 1:25:59 h, Pace 6:11
9. Henry Wanyoike (Guide, Paul Wanyoike) - 18,9 km in 1:26:57 h, Pace 4:35
10. Helmut Hantzsch (Fahrradguide, Martin Sander und Stefan Zimmermann) – 15 km in 1:21:34 h, Pace 5:26
und natürlich die vielen Freunde die im Hintergrund die Fäden in den Hände hielten sowie der Town und Country Stiftung und dem Heizkörperwerk HM.
Beim Zieleinlauf dann das emotionale Hoch, ein grandioses Gefühl, kaum zu beschreiben - wir haben es geschafft, Freude, Stolz und Dankbarkeit finden in einem Satz zusammen - wir sind alle Gewinner!
Foto: Steffen Schmoock

LANDESMEISTERSCHAFT NIEDERSACHSEN

Am  10.Juni 2017 waren die Schwarzaer Handicapwerfer zur inklusiven Landesmeisterschaft der Leichtathleten Niedersachsens in Göttingen am Start. Bei warmen, trockenen Bedingungen konnten Nils Paschold und Patrick Bergner in der Männerklasse und Michael Sandmann in der Seniorenklasse der Werfer aus dem Wurfstuhl alle fordere Plätze erringen.
Angefangen hatte der Wettkampftag mit dem Speerwerfen, bei dem N. Paschold mit 19,27m Saisonbestweite warf und vor P. Bergner mit 16,58m siegte. Hier warf M. Sandmann ebenfalls Saisonbestweite mit 12,47m was den 1. Platz in seiner Klasse bedeutete.
Beim Kugelstoßen siegte ebenfalls Nils mit 8,00m, was auch der weiteste Stoß seiner bisherigen Freiluftsaison war. In der Klasse S50/F54 gewann Michael mit 5,57m.
Zum Abschluß des Wettkampfes waren wir dann im Diskusring am Start um die Sieger zu ermitteln.Michael warf 13,26m, 1.Platz. Patrick kam mit 20,96m auf Platz 2 der Männerklasse und Nils belegte auch hier Rang 1 mit 27,52m.

DM Para-Leichtathletik in Erfurt

Optimale Bedingungen und Teilnahme von Paralympics-Stars sorgen für erfolgreiches Wettkampfwochenende der Behinderten in Erfurt
29. Mai 2017 / 02:03 Uhr
Im Spitzentempo zurm Deutschen Rekord: Vierfach-Medaillengewinner Maximilian Heilek aus Erfurt mit Bestzeit über 1500 Meter (6:14,17min) in der Wettkampfklasse T33. Foto: Sascha Fromm
Im Spitzentempo zurm Deutschen Rekord: Vierfach-Medaillengewinner Maximilian Heilek aus Erfurt mit Bestzeit über 1500 Meter (6:14,17min) in der Wettkampfklasse T33.

Erfurt. Nach erheblichem logistischen Aufwand ist es den Veranstaltern der deutschen Leichtathletik-Meisterschaften der Behinderten gelungen, aus der nackten Riethsportanlage einen meisterschafswürdigen Leichtplatz zu zaubern. Drei Lkw-Ladungen mit Material und Wettkampfausstattungen galt es an den Wettkampfanlagen aufzubauen und einzurichten.

mehr anzeigen...

Gelohnt hat es sich allemal – bei besten Bedingungen konnten sich die Leistungen der Athleten sehen lassen. Herausragend präsentierten sich auch die thüringer Starter. Mit Edelmetall gleich vierfach schmücken konnte sich etwa Maximilian Heilek vom HSC Erfurt. Mit seinem bis zu 32km/h schnellen und bis zu 10 Kilogramm schweren Spezialrolli gewann er Gold über 1500 Meter, Silber über 100 und 800 Meter sowie Bronze über 200 Meter. Zwei Meistertitel (100m, 400m) sowie Silber über 200 Meter gingen an Patrick Schwarza vom SV 1883 Schwarza.
Thüringer Athleten mit zahlreichen Medaillen

Im Sprint der Männer lief der deutsche Hallenmeister über 100 Meter Benjamin Weiss (HSC Erfurt) zu Silber über die 100 Meter und über die doppelte Distanz zu Bronze. Ebenfalls auf dem Treppchen standen Andreas Wolfram vom TSV Zeulenroda (Silber Diskus- und Speerwurf) sowie die Rollstuhlsportler Nils Paschold (Gold Kugelstoßen und Diskuswurf) und Jürgen Meier (Silber Kugelstoßen) aus Schwarza.

Bei den Frauen dominierten auf den Kurzdistanzen vor allem die Paralympics-Medaillengewinnerin Katrin Müller-Rottgart (TV Wattenscheid 01) und Nachwuchstalent Lindy Ave (HSG Universität Greifswald). Vierfache deutsche Meisterin über die 100, 400, 800 und 1500 Meter Rollstuhl wurde die Erfurterin Julia Frederike Langer.

Im Nachwuchsbereich freute sich Viktoria Mai (LAC Eichsfeld) über zweifaches Gold (200m, 800m) und bei den Seniorinnen feierte Rommy Reinhard einen Dreifacherfolg (Gold Kugelstoßen, Diskus- und Speerwurf) sowie Ulrike Wilhelm den Titel über 5000 Meter.

Bei den Männer der Altersklasse M50 gab es thüringer Erfolge durch Tino Philipp,Holger Fromm und Michael Sandmann im Standweitsprung, Kugelstoßen, Diskus- und Speerwurf.

Insgesamt waren 150 Sportler aus 70 Vereinen aktiv. Und mit zwölf neuen deutschen Rekorden sowie dem Europarekord im Diskuswurf von Birgit Kober (TSV 1869 München) zeigte sich auch Bundestrainer Willi Gernemann zufrieden. "Die familiäre Szenerie gefällt mir gut, die Bedingungen hier stimmen und die Leistungen überzeugen. Jetzt liegt der Fokus auf den Weltmeisterschaften in London, da wollen wir mit etwa 30 Athleten international glänzen und an die Leistungen in Rio anknüpfen", so seine Bilanz.

Um Gold kämpfen wollen in London auch die Kugelstoß-Paralympics-Sieger Niko Kappel, welcher die DM aus dem vollen Training heraus bestritten hat und mit seiner Leistung in Erfurt (Silber; 12,19m) noch nicht zufrieden war, und Sebastian Dietz. Trotz Titelgewinn über seine 14,26 Meter sowie den verlorenen Diskusweltrekord am Vortag frustriert, startete Dietz spontan in seiner einstigen Paradedisziplin und gewann. "Das Diskuswerfen hat heute Spaß gemacht, doch jetzt steht die WM im Vordergrund. In London will ich top fit sein und meinen WM-Titel im Kugelstoßen verteidigen. Als Paralympics-Sieger werde ich der Gejagte sein und will zeigen, dass ich dem Druck stand halten kann und keine Eintagsfliege bin", gibt sich Dietz kämpferisch.
Jane Sichting / 29.05.17
Foto: Sascha Fromm

Generalprobe misslungen

Im letzten Wettkampf vor den Deutschen Meisterschaften der behinderten Leichtathleten war das Erfurter Kaufland-Sportdach Ziel von Daniel Storch vom TSV Zeulenroda. 222 Starter, vor allem Kinder und Jugendliche, stellten sich bei sonnigem Wetter den Kampfrichtern. Die beiden am stärksten besetzten Altersklassen waren die M11 und W11 mit 19 bzw. 18 Teilnehmern. Daniels Kugelstoßriege aus Jung und Alt, männlich und weiblich, absolvierte innerhalb von 50 Minuten den Wettkampf. Daniel begann mit 9,74m. Es folgten zwei weitere Stöße deutlich unter 10m, ehe im vierten Versuch seine Siegerweite von 10,32m vermessen werden konnte. Er kann deutlich mehr. Weitaus erfreulicher war die Tatsache, dass es dem ASV Erfurt seit zahlreichen Jahren immer wieder gelingt, Kinder im Alter unter sieben Jahre für die Leichtathletik zu begeistern. Insgesamt 15 Jungen und Mädchen dieser Altersklasse gingen an den Start und absolvierten sehr freudbetont Stabweitsprung (siehe Foto) mit einer Bestweite von 2,09m, Tennisballwurf (Bestweite 9,70m) und 50m Hürden über Blöcke (Bestzeit 11,07s). Wenn nur ein Teil dieser Kinder die nächsten 25 Jahre bei der Leichtathletik bleibt, brauchen wir uns eigentlich keine Sorgen um die olympische Kernsportart zu machen.
 

Bericht: Wieland Ressel    

Wurf mit Handicap

Zum Auftakt der diesjährigen Freiluftsaison trafen sich die deutschen Rolliwerfer und einige anderweilig behinderte Leichtathleten in Wittenberg. Die Sportler wurden alle in ihren jeweiligen Start- und Altersklassen gewertet, so das es viele erstplatzierte Teilnehmer gab. Natürlich waren auch die Thüringer Athleten vom SV 1883 Schwarza e.V. mit 4 Sportlern vertreten. Bei trockenen Bedingungen und Temperaturen um 20 Grad konnten viele schon mit guten Weiten überzeugen.
Beim Kugelstoßen erreichte Altmeister Uli Iser vom ABSV Halle mit 9,28m die größte Tagesweite gefolgt von Nils Paschold, der mit 7,94m die 8m Marke nur knapp verfehlte. Michael Sandmann konnte mit 5,52m seinen derzeitigen Trainingsstand bestätigen wie auch Tino Philipp mit 8,68m.

...mehr


Beim Diskuswerfen überraschte Patrick Bergner mit 22,22m, der  seine persönliche Bestleistung um 18cm steigern konnte. Michael Sandmann gewann mit 13,34m ebenso wie Tino Philipp mit 31,26m seine Startklasse. Bei beiden ist noch Luft nach oben bis zur deutschen Meisterschaft. Nils Paschold steigerte sich mit 27,90m gegenüber dem Trainingsstand aber auch hier muß 28m Marke das Ziel der Trainingsarbeit sein.
Am Speerwerfen nahmen 14 Sportler und Sportlerinnen teil. Hier erreichten die Schwarzaer Weiten von 11,74m M. Sandmann und 18,17m N. Paschold. Auch hier erreichte Patrick Bergner eine persönliche Bestweite von 17,74m. Er verbesserte sich um 2,07m. All diese Weiten spiegeln den derzeitigen Trainingsstand wieder.
Abschließend erreichte T. Philipp bei Weitsprung aus dem Stand 2,43m, was nur 3cm unter seiner persönliche Bestweite lag.

Nachwuchs- Jugend Länder Cup 2017

Unter diesem Motto steht seit vielen Jahren der größte Nachwuchswettkampf im deutschen Behindertensport. Es ist ein Vergleichswettkampf der Bundesländer.  Leider in diesem Jahr aus Kapazitätsgründen  nur mit den Sportarten Leichtathletik und Schwimmen. Aus diesem Grund  waren diesmal aus Thüringen nur die Leichtathleten am Start, weil Thüringen seit vielen Jahren leider keine aktiven Schwimmer mehr hat. Unsere Sportler kamen aus 2 Schulen, der „Schule am Andreasried“ und der Evangelischen Grundschule Erfurt. Alle Sportler sind Mitglied des Handicap Sportsclub Erfurt.

...mehr

Völlig erwartungsvoll trafen sich alle am Donnerstag früh und freuten sich auf die Ereignisse, die da so kommen sollten. Wir fuhren aufgrund der hohen Kosten  für unsere kleine Truppe diesmal nicht mit dem Bus, sondern mit dem Zug. Dass das Abenteuer „Wir lernen den Norden kennen“ deshalb aber schon viel früher begann als gedacht, wussten nicht mal die mitfahrenden Betreuer.
In Berlin angekommen, war nämlich der Anschluss-IC-Bus weg und so musste die Fahrt nach Rostock neu geplant werden. Höhepunkt war die 2 1/2stündige Fahrt mit der Regionalbahn mit Halt an jedem noch so kleinen Bahnhof und zusätzliches umsteigen mit unserer Gruppe, welches immer mit Aufregung verbunden ist. Schließlich muss auch alles Gepäck mit sein und zügig der neue Zug erreicht werden. Mit 3 Std Verspätung und trotzdem noch genug guter Laune waren wir dann endlich im Sporthotel Rostock, wo wir vom Veranstalter auch schon erwartet wurden.
Das Hotel wurde während der Eröffnungsfeier zum paralympischen Dorf erklärt und zum Abschluss wurde die offizielle  Flamme entzündet. Dazwischen lag ein Zeitraum für kurze Worte und einem Trommelfeuerwerk, an welchem auch die Teilnehmer ihren Anteil hatten. 

Am Freitagvormittag war Training angesagt, welches aufgrund der Witterung in der Halle stattfand. Am Nachmittag ging es dann zum Jugendschiff „Likedeeler“, welches auch als maritimes Schullandheim genutzt werden kann. Kurzfristig wurde dann noch bekannt, dass im Rostocker Überseehafen die „Aida diva“ zum Auslaufen bereit steht. Schnell und unkompliziert wurde mit dem Veranstalter geklärt, dass auch dieses Event noch mitgenommen werden kann. Die notwendigen Transporte dazu wurden mit dem Veranstalter  ganz zügig geklärt.  

Der Samstag stand dann ganz im Zeichen des Leichtathletik-Wettkampfes.
Pünktlich  09:00 Uhr ging es los. Die Aufregung war riesengroß und sie legte sich erst langsam nach dem ersten Start. Die Kleinen hatten einen Drei-, während die U16 und U18-Starter einen Vierkampf hatten.
Mohammad absolvierte erwartungsgemäß den besten Wettkampf aller Thüringer Starter, hatte aber auch sehr gute Konkurrenten und konnte somit in seiner Altersklasse einen sehr guten 3.Platz erringen. Jonas konnte seinen Titel vom Vorjahr leider nicht verteidigen, freute sich aber ebenso über seinen 3.Platz in der Gesamtwertung wie Anabell, welche das in ihrer Altersklasse schaffte.
Auch der jüngste im Team, Raul, erkämpfte sich einen 3. Platz.
Einen 3. Platz gab es auch in der Mannschaftswertung der U14/U12 mit  Anabell, Pia und Raul. Bei der Mannschaftswertung der U16/U18 erkämpften sich  Mohammad, Jonas und Phillip den 4. Platz.

Wie jedes Jahr ist der Abschlussabend am Samstag auch ein kleiner Höhepunkt, wo sich die Teilnehmer bei Musik und guter Laune noch mal richtig austoben können. Erstaunlich wie mobil dann manche auf einmal wieder sind, obwohl nach dem Wettkampf nach eigener Aussage gar nichts mehr ging.

Viele der hier startenden Schüler, komplettiert mit diesmal verhinderten Sportlern werden die Schule am Andreasried und das Bundeslanf Thüringen beim Bundesfinale „Jugend trainiert für Paralympics“ vom 17.-21.September in Berlin vertreten.

Allen Sportler- und BetreuerInnen hat es Riesenspaß gemacht und ich möchte mich bei allen Teilnehmern dafür bedanken, dass dieses Wochenende für alle Beteiligten ein sehr schönes Erlebnis war.

Bericht: Carsten Weiss

Mit einem Paukenschlag durch das Ziel

Steffen Klitschka (T12) überzeugte mit seiner Laufleistung beim Goitzsche - Marathon in Bitterfeld.
Der Goitzsche – Marathon rund um die Goitzsche – Seen führt die Laufenthusiasten durch eine der schönsten Landschaften Mitteldeutschlands. Mitten im Teilnehmerfeld auch Steffen Klitschka mit seinem Guide Thorsten . Die durch Anstiege gespickte Marathonstrecke ist anspruchsvoll und setzt eine gute Vorbereitung voraus. Steffen Klitschka lief m...it einer starken Konkurrenz, er überquerte die Ziellinie nach 3:10:04 h. Super! Mit dieser Zeit wurde er gesamt Vierter, gerade mal 2 Sekunden nach dem 3. Platzierten bzw. 2. seiner Altersklasse, nur 41 Sekunden nach dem Altersklassensieger. Silber für Steffen Klitschka in der AK 50, Silber- Lohn für ein kontinuierliches Training, Lohn für eine tolle Wettkampfleistung. Herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg bei den Deutschen Meister am 28.05.2017 in Erfurt.

Mitteldeutsche Meisterschaften der behinderten Leichtathleten

Der VfB Halberstadt war am 6. Mai Ausrichter der offenen Mitteldeutschen Meisterschaften der behinderten Leichtathleten. An dieser Meisterschaften nahmen insgesamt zehn Vereine aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Thüringen teil. Für die rührigen Organisatoren war der Termin nicht optimal weil am gleichen Wochenende in Rostock der Jugendländercup des Deutschen Behindertensportverbandes stattfand und so ein Teil möglicher Wettkämpfer im Alter von zehn bis achtzehn Jahren nicht an den Start gehen konnte. Daniel Storch vom TSV Zeulenroda war so auch der einzige Teilnehmer aus Thüringen. Trotz nach wie vor geringer Trainingsintensität zeigte er einen recht guten Wettkampf. Bei kaltem und teilweise nassem Wetter siegte er mit einer Diskusweite von recht guten 29,28m und auch mit der Kugel wurde er Mitteldeutscher Meister mit einer mäßigen Weite von 10,79m.
 

Bericht: Wieland Ressel

Hoch hinaus

An den Berg lockte es am 30.04.2017 das Lauftandem Ulrike Wilhelm mit ihrem Guide Alexander Hupe. Sie wagten sich gemeinsam mit 80 Läufern und Bikern an den Pleßberg, den es von Knollbach über 6,4 km mit einem Höhenunterschied von 360 Metern zu erlaufen galt. Die landschaftlich schöne Strecke und das milde sonnige Wetter boten ideale Bedingungen das Laufpotential abzurufen. Unser Lauftandem- das erste mal in dieser Konstellation -, zog souverän Kilometer für Kilometer den Berg hinauf und überraschte mit einem 2. Platz in der AK W45 in einer Zeit von 43:50;55 min. Eine starke Leistung, wir freuen uns mit Euch!

Termin für Leistungsdiagnostik

Performance check day - Laufschule für Blinde und Sehbehinderte
22.04.2017, 10:00 Uhr – 17:00 Uhr, 37351 Kefferhausen, Küllstedter Str. 5



Menschen mit einem Handycap die mit dem Laufen beginnen möchten bzw. schon Läufer sind, laden wir ein, ihre Fitness anhand einer Leistungsdiagnostik (Stufenlactattest auf dem Laufband) zu ermitteln, um hiernach mit einer individuellen Trainingsempfehlung das Lauftraining beginnen bzw. optimieren zu können.
 
Voranmeldung sind wegen einer begrenzten Teilnehmerzahl erforderlich.
Anmeldung bitte unter: Tel. 0152/02887879