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Rollstuhlbasketball

Rollstuhl-Basketball ist eine Behindertensportart, die für Dynamik, Schnelligkeit und Körperbeherrschung steht und als Mannschaftssportart für Rollstuhlfahrer/in gilt.

Neben Menschen mit körperlicher Behinderung dürfen auch Nichtbehinderte mitspielen. Sie werden von den Rollstuhlfahrern zwar als „Fußgänger“ bezeichnet, sitzen im Spiel aber auch im Rollstuhl. Rollstuhl-Basketball ist eine geeignete Sportart, um den inklusiven Gedanken das Miteinander zwischen behinderten und nichtbehinderten Menschen zu fördern. Männer und Frauen können dabei gemeinsam in einer Mannschaft spielen.

Die Regeln für den Rollstuhl-Basketball sind an die des klassischen Basketballs angelehnt und nur in einigen Punkten an den Anforderungen des Rollstuhlgebrauchs angepasst. Einzig die Berücksichtigung eines Klassifizierungssystems – ein Punktesystem nach Schwere der Behinderung – stellt einen Unterschied zu den klassischen Basketballregeln dar.

Fachwart

Marco Pompe

Aktuelles

Thuringia Bulls mit Arbeitssieg gegen starke Skywheelers aus Frankfurt 71:58

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Die Bullen reisten ohne ihren verletzten Kapitän André Bienek in die Hessenmetropole und hatten sich den Auftakt etwas anders vorgestellt, aber in der „Eishalle“ von Frankfurt sind die Thüringer nicht heiß gelaufen. Von Beginn an zeigte sich der Aufsteiger aus Hessen ebenbürtig und verursachte das ein oder andere Durcheinander im Bullenspiel. Tim Diedrich vollendete mit 9 von 11 Treffern aus der Mitteldistanz mit 80 Prozent und auf Bullenseite war einiger Sand im Getriebe. Schon zum ersten Viertelende rückten die Skywheelers mit 19:22 den Bulls unangenehm auf die Pelle. Coach Michael Engel setzte trotz fehlerhaftem Spiel auf seine Rotation und hoffte auf Besserung. Die Skywheelers gewannen das zweite Viertel und dritte Viertel und es stand 10 Minuten vor dem Schluss 54:54.

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Michael Engel versuchte, sein Team mit seinen Auszeiten aufzuwecken. Die Sensation aus Frankfurter Sicht war greifbar. Das letzte Viertel musste die Entscheidung bringen und auf einmal griffen die Gäste in der Defense an und die Skywheelers trafen den Korb nicht mehr. Mit 17:4 gewannen die Bullen das letzte Viertel und zogen den Kopf aus der Schlinge. Frankfurt war lange ein ebenbürtiger Gegner und zeigte eine stetige Steigerung im Verlauf der Saison. Für die Bulls fühlte sich das Spiel wie eine Niederlage an und Kapitän André Bienek mit seiner Energie wurde schmerzlich vermisst. Am Ende wurde Alex Halouski Topscorer mit 31 Punkten und Vahid Azad, 12 Treffer/14 Rebounds/10 Assists, hat ein Triple Double auf dem Boxscore. Neben den zwei Centern war es vor allem Ian Pierson, der sein Team im Spiel hielt und starke 20 Punkte beisteuerte. Am Ende ging das Spiel noch deutlich mit 71:58 an die Bulls, was aber in keiner Weise den Spielverlauf wiedergibt. "Der Start ins neue Jahr ist vollzogen und die Bulls wissen, was für die Zielstellung noch notwendig ist", erklärt ein enttäuschter Alex Halouski.
 
Bulls: Hubert Hager 2, Karls Podnieks 4, Jitske Visser, Marie Kier, Helen Freeman 2, Jens Albrecht, Vahid Azad 12, Alex Halouski 31, Ian Pierson 20.
 
Lutz Leßmann

Die Thuringia Bulls bleiben 2020 „Unbeatable“ und gewinnen im Liga Gipfel gegen Lahn Dill 79:72 (17:22,13:12, 24:20, 25:18

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Die beiden Platzhirsche im Europäischen Rollstuhlbasketball haben wieder großes Kino geboten, trotz eines leeren Kinosaals. Die allgemeine Stimmung im Rollstuhlbasketball-Kosmos hat in den letzten Wochen immer die Abgänge von Jake Williams und Matt Scott in den Mittelpunkt gestellt, während Bullen Coach Micha Engel an den neuen Bullen bastelte. Am Ende muss ein Rädchen ins andere greifen und da versteht der gute Laune Trainer sein Handwerk. Seine Spieler folgen ihm Trainingseinheit auf Trainingseinheit. Zu Beginn wurden die Hausherren vom 4-fachen Rodelweltmeister David Möller überrascht, der als Vorsitzender der Thüringer Sporthilfe den Pokal für herausragende Leistungen 2020 an Mannschaftskapitän André Bienek übergab. In seiner Laudatio sprach David Möller zudem von der Siegesserie und 67 ungeschlagenen Spielen und erhöhte damit den Druck auf dem Kessel, stand doch das 67. Duell kurz vor seinem Anpfiff durch das starke Schiri Trio Kindervater, Rehling und Tetzlaff.          ...mehr

Die Engelhaften begannen mit Alex Halouski, Jens Albrecht, Jitske Visser, Ian Pierson und Vahid Azad. Alex Halouski versenkte nach 10 Sekunden den ersten Dreier und schnell stand es 7:2 für die Hausherren. Lahn Dill machte mit Steve Serio und Thomas Böhme Ernst und schnell stand es 7:7. Jetzt ging das Spiel hin und her und die Gäste konnten kurz vor Ende des ersten Viertels mit 15:22 in Führung gehen, ehe Ian Pierson auf der Dreier Linie stehend mit der Sirene auf 17:22 verkürzte. Es sollte das einzige Viertel sein, was die Thüringer abgeben und das Spiel hatte längst einen unglaublichen Spannungsbogen. Brian Bell machte sein bestes Spiel in Thüringen und traf schwere Würfe aus der Mitteldistanz. Zur Halbzeit führten die Hessen mit 30:34 und hoffen auf einen Sieg nach 12 Niederlagen in Folge gegen die Bullen. Das dritte Viertel begann mit einem Dreier von Ian Pierson und einem Korb von Alex Halouski. Nach einer Minute stand es 35:34 für die Bullen. Mit 54:54 am Ende des dritten Viertels und 65:65 drei Minuten vor Ultimo ging das Spiel hin und her und keine Mannschaft konnte sich auf mehr als zwei Punkte absetzen. Keine Seite blieb etwas schuldig und konterte die langen Würfe umgehend bei 4:4 Dreipunktespielen. Die Bulls mussten durch André Bienek und Vahid Azad an die Freiwurflinie und trafen 13 von 14 Freiwürfen. Plötzlich führten die Bullen mit 75:65 und Alex Halouski schwang sich zum Topscorer der Partie mit 27 Punkten auf. Lahn Dill konnte nur noch durch Böhmes Dreipunktewurf Kosmetik betreiben und den Bullen zum 13. Sieg in Folge gratulieren. Am Ende ist die Ausgeglichenheit der Bullen für den Sieg ausschlaggebend und die Elxlebener sind auch im 67. Spiel national und international seit dem 08.04.2018 !!! ungeschlagen.
 
Bulls : Ian Pierson 13, Hubert Hager, Vahid Azad 13, Jitske Visser, André Bienek 17, Karlis Podnieks, Jens Albrecht 7, Helen Freeman 2, Alex Halouski 27, Marie Kier.
 
Bericht: Lutz Leßmann

In der Rollstuhlbasketball Bundesliga gewinnt der Meister Engel gegen seinen Lehrmeister Jaglowski, Baskets 96 Rahden-Thuringia Bulls 62:80

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Es war das erwartete schwere Stück Arbeit und Rahden zeigte sich auf der Höhe. Von Beginn an ließen die Gäste aus Thüringen teilweise die Konzentration vermissen und gaben den einen oder anderen Ball aus den Händen. Ian Pierson hatte schnell drei Fouls und Zantinge und Bandura trafen aus der Distanz nach Belieben. Auf Thüringer Seite war es vor allem Vahid Azad, der die Bullen im Spiel hielt und die Defense gab den Jaglowski-Schützlingen nur schwere Würfe. Zur Halbzeit ging es mit einer hauchdünnen 29:30-Führung und Coach Micha Engel hatte Redebedarf, denn sein Team gab mit 18:14 seit langem mal wieder ein Viertel ab. In der zweiten Spielhälfte machte Rahden die ersten Punkte und das war das Signal zum Angriff für die Bulls. Die Gastgeber hatten sichtlich Probleme mit dem Tempo der Bulls und Alex Halouski lief heiß. Jetzt funktionierte das Kombinationsspiel und Ian Pierson streute zwei staubtrockene Dreier ein.

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Nun lief auch das Angriffsspiel der Bullen und die Ausgeglichenheit im Kader machte sich bezahlt, weil auch Jens Albrecht, Helen Freeman und Kapitän André Bienek zu hervorragenden Körben kamen. Während sich auf Rahdener Seite nur noch der Holländer Zantinge zur Gegenwehr aufrappelte, waren die Bulls mit vier Spielern in den zweistelligen Punkten. Alex Halouski haderte derweil mit seiner Wurfausbeute, schwang sich aber trotzdem mit 31 Punkten zum Topscorer der Begegnung auf. Kapitän André Bienek scherzte nach dem Spiel:
"Wenn ich Halouski seine schlechten Spiele als meine Guten hätte, wäre ich hochzufrieden."
Coach Engel zieht nach dem 62:80 für seine Mannschaft ein zufriedenes Fazit und stellt Rahden ein gutes Zeugnis aus. "Hier gewinnen nicht viele Teams, deswegen fahren wir zufrieden als Tabellenführer zurück in das wunderschöne Thüringen." Endergebnis: 62:80 ( 11:16,18:14,15:26,18:24 )

Bulls : Ian Pierson 12, Hubert Hager, Vahid Azad 14, Jitske Visser, André Bienek 12, Karlis Podnieks, Jens Albrecht 9, Helen Freeman 2, Alex Halouski 31.
 
Bericht: Lutz Leßmann

Rhine River Rhinos aus Wiesbaden unterliegen in der Rollstuhlbasketballbundesliga den Thuringia Bulls mit 92:50 (26:13,24:9,22:10,20:18)

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Die Bullen hatten richtig Bock und schickten engagierte Rhinos aus Wiesbaden mit einem 92:50-Sieg zurück in die hessische Landeshauptstadt. Die Thüringer konnten auch im dritten Ligaspiel ihre Dominanz ausspielen und mit dem 63. Spiel national und international in Folge als Sieger das Spielfeld verlassen. Coach Micha Engel hat mit seinen Jungs und Mädels richtig Gas gegeben und sein Team exzellent vorbereitet. In einer ungewissen Zeit sind es die Bullen, die sich unbeeindruckt zeigen und ihre Spielfreude Woche für Woche zelebrieren. Wiesbaden war beileibe kein Kaninchenfutter und hatte sich trotz des Trier-Spiels am Samstag bis zur letzten Minute gewehrt.

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Gäste-Coach André Hopp versuchte immer wieder, den Rhythmus der Hausherren zu unterbrechen und nutzte seine breite Bank. Vor allem Gijs Even und Arinn Young waren immer wieder für Nadelstiche verantwortlich und störten den Spielfluss der Bulls. Über 26:13 im ersten Viertel ging es mit 50:22 in die Halbzeit. Die zweite Hälfte veranlasste Coach Micha Engel, seine Auszeiten auszureizen, was kein gutes Zeichen für den Trainer der Bulls war. Die Bullen waren teilweise übermotiviert und gingen mit ihrem Tempobasketball unnötiges Risiko ein. Längst hatte Micha Engel seinen ganzen Kader auf dem Spielfeld und Karlis Podnieks, 14 Punkte, spielte eine besondere Rolle. Der Low-Pointer war von der Leine und machte sechs von sieben Körben. Nach drei Vierteln war es der Meister, der mit 72:32 auf Hundertpunktekurs war und wechselte noch einmal durch. Alex Halouski machte ein Triple Double mit 27/15/10 und fünf Bullen waren zweistellig. Die Ausgeglichenheit im Kader der Hausherren war für die Gegner immer wieder unberechenbar und Helene Freeman machte ihre ersten Punkte im Bullenstall. Mit einem 92:50-Sieg ziert der Meister und Pokalsieger weiter die Tabellenspitze und geht mit dem nötigen Selbstvertrauen in das Spitzenspiel gegen den ungeschlagenen Tabellenzweiten aus Rahden - zum Treffen Meister Engel gegen Lehrmeister Jaglowski.

Bulls : Ian Pierson 10, Hubert Hager, Vahid Azad 18, Jitske Visser, André Bienek 15, Karlis Podnieks 14, Jens Albrecht 6, Helen Freeman 2, Marie Kier, Alex Halouski 27
 
Bericht: Lutz Leßmann

Die Thuringia Bulls siegen gegen den RSC Dirk Passiwan aus Trier mit 89:45 (15:13,27:13,18:8, 29:11)

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Der 62. Sieg in Folge war ein hart erkämpfter für die Thüringer, auch wenn das Endergebnis nicht darauf schließen lässt. Trier ging beinhart zur Sache und die Bullen mussten nach der Pause am letzten Wochenende erstmal in das Spiel finden. Coach Engel traute seinen Augen nicht und nach 8 Minuten hatte Jitske Visser drei Fouls, die den gute Laune Coach der Bulls aus der Fassung brachte. Ein T (technisches Foul) für den Coach und sein Nesthäkchen Marie Kier kam für Jitske Visser und brachte Ordnung in das Bullenspiel. War es gerade Marie Kier, die überraschenderweise am Donnerstag außer Plan in der Trainingshalle der Thuringia Bulls stand und den Kader komplett machte. Engel stellte kurzerhand um und profitierte dabei von seinem breiten Kader, wo jeder Spieler in der Lage ist, den gegnerischen Korb zu bedrängen.       ...mehr

Immer wieder gelang es den Hausherren, mit ihren Dreipunktespielen Nadelstiche zu setzen. Zur Halbzeit stand es 42:26 für die Elxlebener und Coach Engel verschaffte seinem ganzen Kader Spielzeit. Dabei sind es vor allem die zwei Big Männer Vahid Azad, 21 Punkte, und Alex Halouski, 33 Punkte, die Trier nicht unter Kontrolle bringen konnte. Auf der Defense-Seite hielten die Bullen vor allem den Scharfschützen Dirk Passiwan an der Kette und am Ende standen lediglich 11 Punkte auf dem Scorerbord für den Schlüsselspieler der Trierer. Die Thüringer zeigten sich wesentlich variabler als das Team von der Mosel, haben doch gleich vier Spieler zweistellig gepunktet und somit den entscheidenden Unterschied gemacht. Dirk Passiwan verlor zusehends die Lust an der harten Auseinandersetzung und der Teambasketball der Thüringer zeigte seine Wirkung. Center Alex Halouski haderte ein wenig mit den Fehlern in der Offensive, hatte aber vor allem unter dem eigenen Korb des Öfteren die Hand am Ball, um dann das schnelle Umkehrspiel der Gastgeber in Gang zu bringen. Am Ende gewannen die Bullen ein Spiel, was enger war, als das Endergebnis vermuten lässt und erwarten am kommenden Sonntag, 22.11.2020, 16 Uhr, die Rhinos aus Wiesbaden im Bullenstall.

Bulls : Ian Pierson 10, Hubert Hager, Vahid Azad 21, Jitske Visser, André Bienek 19, Karlis Podnieks, Jens Albrecht 6, Helen Freeman, Marie Kier, Alex Halouski 33.
 
Bericht: Lutz Leßmann

Die Thuringia Bulls starten mit Kantersieg 109:54

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Nach genau acht Monaten Pause war es endlich soweit und die Bullen hatten richtig Bock. Coach Micha Engel konnte sein neu formiertes Team an den Start bringen. Aufsteiger Frankfurt musste früh einsehen, hier gibt es heute nichts zu gewinnen. Mit Alex Halouski, Jitske Visser, Ian Pierson, Vahid Azad und Jens Albrecht starteten die Hausherren ohne ihre Fans im Rücken mit einem 8:0 Lauf und man musste Böses für den Aufsteiger aus der Bankenmetropole erwarten. Eine Auszeit von Trainerfuchs Marco Hopp zeigte Wirkung und Frankfurt wurde stärker. In einem schnellen Hin und Her waren die Höhepunkte in der Offensive auf beiden Seiten zu bestaunen und da lag der Vorteil bei den Big Männern Vahid Azad und Alex Halouski. So sehr sich Nationalspieler Nico Dreimüller und die Dietrich Zwillinge bemühten, Nadelstiche zu verteilen, so engagiert ging der Meister und Pokalsieger der letzten Saison an die Arbeit.

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Mit 32:15 waren die Bullen nach dem ersten Viertel auf der Siegerstraße und beide Seiten zeigten ein abwechslungsreiches Spiel. Zur Halbzeitpause stand es 55:32 und Coach Engel rotierte breit. Helen Freeman, Marie Kier und Hubert Hager fügten sich nahtlos in das Bullenspiel ein und Geburtstagskind André Bienek, 13 Punkte, und Karlis Podnieks, 6, zeigten ihre Treffsicherheit. Vahid Azad glänzte mit einem ganz starken Triple Double 27/12/14 und 100 Prozent Trefferquote, während sich Alex Halouski mit 39 Punkten bei 4 Dreipunktewürfen von seiner besten Seite zeigte und der Topscorer des Spieltages wurde. Micha Engel verbucht Sieg 61 infolge und sieht sein Team auf einem guten Weg.
Bulls : Ian Pierson 10, Hubert Hager 2, Vahid Azad 27, Jitske Visser 4, André Bienek 13, Karlis Podnieks 6, Jens Albrecht 8, Helen Freeman, Marie Kier, Alex Halouski 39.
 
Lutz Leßmann

Crowdfunding-Kampagne RSB Thuringia Bulls

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Das Duell der Unschlagbaren ist in den letzten Tagen in aller Munde. Hierbei handelt es sich um eine kreative Crowdfunding-Kampagne unseres Mitgliedsvereins RSB Thuringia Bulls.

Weitere Infos erhaltet ihr unter: tickets.thbulls.com

Thuringia Bulls sind Deutscher Meister 2020 in der Rollstuhlbasketball-Bundesliga

Rollstuhlbasketball -

Nach dem vorzeitigen Ende der Bundesligasaison aufgrund der Corona Virus Infektion in Deutschland und der Absage der Champions League sind die Thüringer zum dritten Mal in Folge zum Deutschen Meister 2020 gekürt. Nach dem Pokalsieg in Hannover geht damit auch der zweite nationale Titel nach Elxleben. Als ungeschlagener Tabellenführer sind die Bullen in allen 18 Spielen erfolgreich gewesen und auch die Rollstuhlbasketball Hauptstadt Wetzlar musste sich dem neuen Meister in zwei Spielen geschlagen geben.
Die momentanen Ereignisse in der ganzen Welt lassen verständlicher Weise keine große Freude in der Bullenfamilie aufkommen, angesichts der spektakulären Ereignisse, die sich gerade um den Corona Virus ereignen.

Text: Lutz Leßmann
Foto: RBBL

Mit dem 60. Sieg infolge werden die Thuringia Bulls Deutscher Pokalsieger im Rollstuhlbasketball 2020

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Das Finale um den deutschen Pokal im Rollstuhlbasketballkalender ist an sich schon etwas Besonderes. Wenn der RSV Lahn Dill gegen die Thuringia Bulls am Start stehen, ist das die Sahne auf dem Wettbewerb. Beide Seiten stehen nach dem berauschenden Saisonfinale nur 7 Tage später wieder als Gegner auf dem Feld und Janet McLachlan wollte endlich ihr erstes Spiel gegen Coach Engel gewinnen. Die Bulls begannen mit ihrer Standard Starting Five: Alex Halouski, Matt Scott, Jitske Visser, Jake Williams und Vahid Azad. Beide Mannschaften legten ein ungeheures Tempo vor und zeigten Rollstuhlbasketball auf ganz hohem Niveau. Die Führung ging bis zum 12:12 hin und her und plötzlich waren die Bullen von der Kette. Mit einem Wahnsinnstempo agierten die Thüringer und hatten in Jake Williams einen Killer.

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Urplötzlich waren die Bullen 25:16 in Führung und es ging ins zweite Viertel. Im zweiten Viertel gaben sich beide Seiten keine Blöße und spielten ein kämpferisches Viertel mit Höhepunkten auf beiden Seiten. Die Spannung in der Halle war zum Greifen und mit 42:33 ging es in die Halbzeitpause. In der zweiten Hälfte sorgten vor allem Mike Pay seine drei lupenreinen Dreier für erneute Spannung und Thomas Böhme legte noch einen Vierten hinterher. Damit war die 53:37-Führung der Engelhaften dahin und es ging mit 55:47 ins letzte Viertel. Das bot alles, was diesen Sport ausmacht. Das Spiel war längst ein Krimi und Lahn Dill gab sich nicht geschlagen. Matt Scott konterte seinerseits mit zwei Dreiern und die Halle brodelte. Das Spiel hatte eine enorme Identität und Coach Engel brachte in der 35. Minute seine Starting Five zurück. Da war es Kapitän Matt Scott, der das Zepter in die Hand nahm, um den Sieg der Bullen nach Hause zu bringen. Auf Bullenseite war es vor allem Alex Halouski, der sich mit 23 Punkten zum Topscorer der Partie aufschwang und die Thüringer verteidigten mit dem 11. Sieg infolge gegen die Rollstuhlbasketballhauptstadt Wetzlar den ersten Titel der Saison.
Bullsaufgebot : Jake Williams 16, Vahid Azad 16, Jitske Visser 2, Karlis Podnieks, Matt Scott 19, André Bienek 6, Jens Albrecht, Teemu Partanen, Alex Halouski 23.
 
Bericht: Lutz Leßmann
Bild: Franzi Möller

Die Thuringia Bulls gewinnen in der Rollstuhlbasketball Hauptstadt Wetzlar das Ligagipfeltreffen mit 62:59 (14:16,22:16,12:13,14:14,)

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Die Rollstuhlbasketball Hauptstadt hat ihrem Namen mal wieder alle Ehre gemacht und die August-Bebel-Halle krachte aus allen Nähten. Das Spiel der Spiele hatte schon 45 Minuten vor Spielbeginn seine Kulisse. Bis auf den letzten Platz gefüllt, sind beide Teams von der Stimmung angestachelt und bereit für Rollstuhlbasketball der Extraklasse. Auf Bullenseite begannen Alex Halouski, Matt Scott, Jitske Visser, Jake Williams und Vahid Azad. Matt Scott erzielte die ersten Punkte und beide Seiten packten eine beinharte Defense aus, bei der die Angreifer schwer für ihre Korberfolge arbeiten mussten. Wetzlar's Chefcoach Janet McLachlan wollte endlich ihr erstes Spiel gegen die Thüringer Konkurrenz gewinnen und ihr Gegenüber Michael Engel wollte das verhindern.     ...mehr

Bei 12:10 übernahmen die Gastgeber erstmals die Führung und das Spiel war etwas für Feinschmecker. Die Engelhaften taten sich schwer, greift doch das Glanzstück der Thüringer, ihre überragende Offensive, nicht wie gewohnt. Mit 14: 16 schlossen die Bullen das erste Viertel mit zwei Minus ab und Michael Engel wechselte Vahid Azad gegen André Bienek. Während die Bullen nun besser unter den Korb der Wetzlarer kamen und Alex Halouski seine ersten Punkte erzielen konnte, war es bei Lahn Dill Thomas Böhme mit zwei lupenreinen Dreiern infolge, der sein Team damit im Spiel hielt. André Bienek setzte jetzt die Akzente und Alex Halouski kam besser in die Partie. Zur Halbzeit führten die Thüringer mit 36:32 und gingen mit ihrer Starting Five zurück in die zweite Hälfte. Das dritte Viertel bot den Zuschauern weiter einen spannenden Ligagipfel und beide Seiten kämpften hart um ihre Punkte. Jake Williams hatte etwas Schusspech, was die Bullen mit starker Defense wieder gerade rückten. Die Führung wechselte hin und her, es war nichts für schwache Nerven. Mit einer 48:45-Bullenführung ging es ins letzte Viertel, was der starke Thomas Böhme mit einem weiteren Dreier eröffnete. Beide Angriffsreihen taten sich weiter schwer, einfache Ausstiege zu finden und die Zuschauer erlebten großen Sport. Während auf Lahn Diller Seite lediglich Thomas Böhme und Brian Bell die Punkte machten, waren die Gäste breiter aufgestellt. Jake Williams machte gerade in den letzten Minuten zwei wichtige Körbe und der Triple Sieger schlug eiskalt zu. Eine Minute vor Schluss führten die Bullen plötzlich mit 60:54, bevor Brian Bell mit einem Verzweiflungswurf jenseits der 6,75 m Linie noch einmal verkürzen konnte. Lahn Dill zwang jetzt Matt Scott und Andre Bienek an die Freiwurflinie. Bei 62:59 und sechs Sekunden Spielzeit nahm Jake Williams den Ball und fuhr mit seinen Gegnern um die Wette, bis die Schlusssirene im Jubel der zahlreichen mitgereisten Bullenfans unterging.
Die Bullen gewinnen das fünfte Jahr infolge die Bundesligahauptrunde und gehen mit der besten Ausgangsposition in die Play Offs. Das Gipfeltreffen kann weitergehen und die Zuschauer können gespannt sein, was da noch folgt. Mit dem gestärkten Selbstbewusstsein geht es am kommenden Samstag zum Pokal Final Four nach Hannover, wo der Gastgeber von der Leine Halbfinalgegner der Thüringer ist.
Bullsaufgebot : Jake Williams 11, Vahid Azad 6, Jitske Visser 2, Karlis Podnieks 2, Matt Scott 13, André Bienek 12, Jens Albrecht 2, Teemu Partanen, Alex Halouski 14, Hubert Hager.
 
Bericht: Lutz Leßmann