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Inklusion - Die UN-Konvention

Hintergrund

Im Dezember 2006 verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York das Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (Behindertenrechtskonvention – BRK). Schlüsselbegriffe der Konvention sind Würde, Inklusion, Teilhabe, Selbstbestimmung, Empowerment, Chancengleichheit und Barrierefreiheit.

Mit der Behindertenrechtskonvention wird Behinderung nicht länger primär unter medizinischen oder sozialen Blickwinkeln betrachtet, sondern Behinderung ist als Menschenrechtsthema anerkannt worden. Behinderte Menschen gelten somit als TrägerInnen unveräußerlicher Menschenrechte. Damit verbunden ist ein vielfältiger Perspektivenwechsel:

  • vom Konzept der Integration zum Konzept der Inklusion;
  • von der Wohlfahrt und Fürsorge zur Selbstbestimmung;
  • Menschen mit Behinderungen werden von Objekten zu Subjekten;
  • von PatientInnnen zu BürgerInnen;
  • von Problemfällen zu TrägerInnen von Rechten (Rechtssubjekten).

Mit der Behindertenrechtskonvention wurden keine neuen Rechte geschaffen, sondern die existierenden Menschenrechte sind auf die Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen zugeschnitten worden. Dabei wurde das Motto „Nichts über uns ohne uns“ nicht nur während der Verhandlungen auf vorbildliche Weise realisiert, sondern spiegelt sich auch in den Bestimmungen der Konvention wieder. Eine Einbeziehung behinderter Menschen und ihrer Organisationen wird in allen Phasen der Umsetzung und Überwachung des Übereinkommens vorgeschrieben. Außerdem sind die Vertragsstaaten mit der BRK sowohl zu einem durchgängigen disability mainstreaming als auch zu einem konsequenten gender mainstreaming verpflichtet.

Deutschland gehörte am 30. März 2007 zu den Erstunterzeichnern der Konvention. Ende 2008 wurde das Gesetz zur Ratifikation des „Übereinkommens über die Rechte von Menschen mit Behinderungen“ von Bundestag und Bundesrat verabschiedet, so dass die Behindertenrechtskonvention am 26. März 2009 für Deutschland in Kraft treten konnte. Sie ist damit zu nationalem Recht und bindend für die Arbeit des DBS e.V. geworden.

Umsetzung

Zur konkreten Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention hat die Bundesregierung einen Nationalen Aktionsplan erarbeitet, der die Ziele und Maßnahmen der Bundesregierung in einer Gesamtstrategie für die nächsten zehn Jahre zusammenfasst. Ziel ist es, Menschen mit Behinderungen eine gleichberechtigte Teilhabe am politischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben zu ermöglichen, Chancengleichheit in der Bildung und in der Arbeitswelt herzustellen und allen Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit auf einen selbstbestimmten Platz in einer barrierefreien Gesellschaft zu geben.

Nach Artikel 33 der UN-BRK sollen sich folgende drei verschiedene innerstaatliche Stellen mit der Umsetzung der Konvention beschäftigen:

Detaillierte Informationen zur Implementierung und Arbeit der Koordinierungsstelle sind in der Veröfffentlichung "Koordinierungsstelle - Inklusionsbeirat und Fachausschüsse zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention" des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen nachzulesen.

Aktuelles

Mit dem MEGA-SUP & Rollstühle auf der Lütsche unterwegs

Inklusion -

Die Natur-Guides Lüneburg und ILOH (ICH LEBEN OHNE HINDERNISSE) = ALLE GEMEINSAM vom Reha Sportverein Mühlhausen e.V., haben zu Pfingsten ein Event der besonderen Art am Lütschestausee in der Nähe von Oberhof durchgeführt. Gestartet wurde die Veranstaltung mit einem großen Biathlon Event in Zusammenarbeit mit dem WSV Oberhof 05. Es standen die Biathlon-Sportanlage, 3 Original KK-Biathlongewehre, 3 Gewehr-Auflagen Sitzendschießen (für Rolli Nutzer) und Munition zur Verfügung. Natürlich wurden alle Teilnehmer mit einer Sieger-Urkunde vor Ort ausgezeichnet. Es standen kalte Getränke (Limonade, Wasser), Kaffee und selbst gebackener Kuchen zur Versorgung der Teilnehmer bereit.

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Folgender Eventablauf auf der Wettkampfstrecke wurde auf der Biathlon-Sportanlage des WSV und umliegenden Waldwegen (Rollerbahn) mit Laufen/Fahren > Schießen > Laufen/Fahren > Schießen > Laufen/Fahren umgesetzt.
Im Anschluss erfolgte eine Nacht im Outdoor Lager am See, u.a. gab es die Möglichkeit im Baumzelt als Person mit Handicap zu nächtigen.
Am nächsten Tag erwartete uns das nächste Highlight mit grenzenloser Begeisterung - das Paddling. Unser Ziel war die Förderung des Zusammenhalts, ein aktiver Ausflug auf Mega-SUPs (Stand Up Paddle Boards) standen den 12 Aktiven am Pfingstwochenende zur Verfügung. Die Boards sind mit zwei Metern Breite und fünf Metern Länge größer als normale Bretter für Menschen ohne Handicap.
Die Idee, Menschen mit Handicap auf das Wasser zu bringen, hatte Adrian Wachendorf von den Natur-Guides Lüneburg.
Natürlich sind hier ein paar Veränderungen am Board nötig. Es müssen Fixierpunkte gesetzt werden, um das Board mit einem Schnellspannsystem am Rollstuhl zu fixieren. Das Wochenende war auch ein weiterer Test, um noch Veränderungen für die Zukunft durchführen zu können.
Die Natur-Guides haben uns ganz tolle Erfahrungen an dem gemeinsamen Wochenende näher gebracht. Das Lagerfeuer brannte auch ohne Streichhölzer und Feuerzeug, die Natur bietet viele Möglichkeiten, um Materialien zu finden. Nach erfolgreicher Umsetzung gab es ein außergewöhnliches Abendessen von der selbst erzeugten Feuerstelle. Mit leckerer Pizza und Apfelringen im Teigmantel als Nachtisch wurde der erfolgreiche Tag abgerundet.
Marco aus Mühlhausen als Ideengeber angereist. „Ich habe dieses Stand-Up-Paddeln schon öfter gesehen, aber mit Handicap ist es vom gesamten Eindruck nochmal was anderes. Es ist ganz schön anstrengend, die Kraft vom Rollstuhl aus auf das Wasser zu bringen“. Je länger ich auf dem Wasser unterwegs war, desto besser konnte meine Technik verbessert werden. Der Fahrer kann sich immer frei bewegen und paddeln, nur der Rollstuhl ist fest mit dem Board verbunden. Zum Abschluss hatten wir sogar die Möglichkeit, das Wasser des Stausees zu genießen.
Alle Teilnehmer finden es wahnsinnig wichtig, neue Angebote für sich entdecken zu können.
Auch der MDR mit der Aufzeichnung zur Sendung "Selbstbestimmt" war den ganzen Tag als Begleitung vor Ort. Die Ausstrahlung der Sendung im TV, erfolgt im Juli 2019.
Vielen Dank für die Unterstützung in Verbindung der Sponsoren, den Guides Mario, Adrian und Guido, Sven, Marco vor Ort.


Weitere Infos:
https://www.nature-guides.com
Bericht: Marco Pompe

TBRSV Delegation beim 11. Run Unternehmenslauf

Inklusion -

Am 05.06.2019 war es wieder so weit. Über 9.300 Läuferinnen und Läufer gingen beim 11. RUN Unternehmenslauf in Erfurt an den Start. Darunter, inzwischen schon traditionell, eine 20-köpfige Delegation des TBRSV. Die Delegation setzte sich erneut aus ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern des TBRSV sowie aktiven Sportlern zusammen. Die Blindschleichen aus Eichsfeld stellten 5 Blindenlaufpaare. Mit Mario Hochberg und Sven Baum schlängelten sich auch 2 Handbiker durch die 4,8 Kilometer lange Strecke quer durch die historische Erfurter Innenstadt. Vom Start am Theaterplatz bis zum Ziel am Domplatz wurden die Läuferinnen und Läufer von zahlreichen Zuschauern angefeuert und bei hochsommerlichen Temperaturen zum Durchhalten angespornt. Am Rand der Strecke sorgten mehrere Künstler für musikalische Unterhaltung und andere Zuschauer mit Wasserschläuchen für die nötige Erfrischung. Neben dem olympischen Gedanken „dabei sein ist alles“ war das Ziel des TBRSV wie jedes Jahr Aufmerksamkeit für den Sport von Menschen mit Behinderung zu erreichen und Inklusion in der Gesellschaft zu leben. Wie man unschwer anhand der Bilder erkennen kann, ist das Ziel aufs Neue erreicht worden. Wir freuen uns schon auf die 12. Austragung des RUN Unternehmenslauf im kommenden Jahr!

Euer TBRSV e.V.

DBS- CUP 2019 und Inklusionslauf

Inklusion -

2 Pokale für die BlindSchleichen des LAC Eichsfeld beim DBS - Cup über 10 km!

Im Rahmen des 2. Dingelstädter Osterlaufes wurde am Samstag, den 20.04.2019 der DBS-Cup über 10 km Straße durchgeführt. Der Osterlauf, organisiert durch den LAC Eichsfeld, integriert Menschen mit und ohne Handicap in dieses sportliche Event und bot neben dem Volkslauf, auch die Thüringer Landesmeisterschaften über 10km sowie einen Inklusionslauf und den DBS-Cup der Behinderten an. Bei sommerlichen Temperaturen, angefeuert durch zahlreiche Zuschauer im Start-/ Zielbereich sowie einer Trommelgruppe auf der Rennstrecke, kämpften die Athleten um läuferische Bestzeiten. Für unseren Verein konnte Ulrike Wilhelm den DBS- Cup der Frauen (54:22 min - Guide Ines Hebenstreit) für sich zu entscheiden.

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Bei den Männern gelang es Hans- Reinhard Hupe (40:54 min - Guide Joseph Kibunja) seinen Teamkollegen Steffen Klitschka in einem freundschaftlich, spannenden Duell hinter sich zu lassen und konnte mit seiner Leistung den 1. Platz erlaufen. Für die Gesamtsieger des DBS-Cup gab es einen Pokal, gestiftet und überreicht durch den Ortsbürgermeister aus Kefferhausen, Tino Jäger. Wir schließen uns seinen Glückwünschen an und gratulieren ebenso unseren Läufern des Inklusionslaufes, die neben persönlichen Topplatzierungen und -zeiten, Altersklassensiegen bzw. mit ihrer Teilnahme den Lauf auf ihre ganz besondere Weise bereicherten. Dank gilt dem Organisationsteam, den vielen fleißigen Helfern, den Guides sowie den Wettkampfrichtern für diese erfolgreiche Veranstaltung.

Bericht: Juliana Löffler

Inklusionspreis des Thüringer Sports

Inklusion -

Der Landessportbund Thüringen stiftet zum zweiten Mal gemeinsam mit dem Beauftragten für Menschen mit Behinderung des Freistaates Thüringen einen Inklusionspreis im Thüringer Sport. Angespornt durch das Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention und den Thüringer Maßnahmeplan zur Umsetzung der Konvention möchte der LSB Thüringen kreative Ideen bei der Umsetzung von Inklusion honorieren. Die Maßnahmen oder Projekte müssen zwischen dem 1. Januar 2018 und dem 15. Juni 2019 umgesetzt worden sein. Die Bewerbung ist bis zum 15. Juni 2019 möglich.     ...mehr

Eine Bewerbung sollte sich an folgenden gleichrangigen Kriterien orientieren:

•    Förderung von Begegnungen von Personen mit und ohne Behinderung
•    gemeinsame Teilhabe von Menschen mit und ohne Behinderung am Vereinsleben
•    Nachhaltigkeit, so dass die Begegnung und Teilhabe über ein Sportangebot hinaus gestaltet wird
•    die Maßnahmen und Projekte haben zum Ziel die gemeinsame sportliche Aktivität der Menschen mit und ohne Behinderung zu fördern
•    die Bewerber setzen sich aktiv für den Abbau von Barrieren ein (z.B. bauliche Barrieren oder Barrieren in der Weitergabe von Informationen)

Für ihr Engagement sowie für die Förderung und weitere Entwicklung inklusiver Angebote und Maßnahmen erhalten die Preisträger folgende Preisgelder:

1. Preis: 2.500 Euro
2. Preis: 1.500 Euro
3. Preis: 1.000 Euro
4. Preis: 500 Euro
5. Preis: 500 Euro

Weitere Informationen entnehmen Sie den anhängenden Dateien.

Projekt „Freundschaft inklusiv(e)“ der Jena Caputs gestartet

Inklusion -

Unter dem Motto „Freundschaft inklusiv(e) – Rollstuhlsport verbindet“ hat der RSV Jena Caputs ein Projekt ins Leben gerufen, mit dem das gemeinsame Sporttreiben von Jugendlichen mit und ohne Behinderung in Ostthüringen gefördert werden soll. Ziel ist es, Hemmschwellen abzubauen und das gegenseitige Verständnis zu fördern.
Kinder mit Behinderung haben vor Ort meist keine Möglichkeit, Sport zu treiben. Die fehlende Mobilität macht die Teilnahme an weiter entfernten Angeboten unmöglich und verhindert das gemeinsame Erlebnis mit Freunden aus dem vertrauten Umfeld. Das Projekt soll diese Lücke schließen, indem inklusiver Rollstuhlsport an ausgewählten Standorten und Schulen in Ostthüringen angeboten wird.

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Teilnehmen können alle Jugendliche – egal ob mit oder ohne Behinderung -, die Spaß am gemeinsamen Sporttreiben haben und etwas Neues ausprobieren wollen. Die Teilnahme ist kostenlos.
Zu dem Projekt gehören Angebote wie Workshops, Schnuppertraining und regelmäßige Schulsport-AGs.
Gefördert wird das Projekt durch die „Aktion Mensch“.
Das Projekt ist zunächst befristet bis zum 31.10.2019. Für die Leitung, Koordinierung und Durchführung des Projektes konnte mit Stefanie Dittrich eine Sportwissenschaftlerin gewonnen werden, die bereits Erfahrungen bei den Jena Caputs im Jugendbereich gesammelt hat.
Mittlerweile bestand bei den ersten Veranstaltungen in Hermsdorf, Kahla, Stadtroda und Crossen die Möglichkeit zum „Reinschnuppern“. Weitere Termine folgen.
Wer Interesse hat und teilnehmen möchte, kann sich auf der Facebook-Seite des Projekts über anstehende Veranstaltungen informieren. Anregungen für weitere Events sind willkommen!
Auch Schulen, die eine Schul-AG durchführen wollen, können sich gerne mit der Projektleitung in Verbindung setzen.

Facebook: fb.me/freundschaft.inklusive
Website: www.jena-caputs.de/freundschaft-inklusive

Bericht & Fotos: RSV Jena Caputs

Projekt "Mehr Inklusion für Alle" geht in die nächste Runde

Inklusion -

Die Zielgruppenbefragung ist nun in der Region UH Kreis abgeschlossen. Die Auswertung erfolgt nach Übersendung an das Institut für angewandte Wissenschaften (IAW) in Chemnitz.

Menschen mit Behinderung sollen die Türen zu den Vereinen der Modellregion Unstrut Hainich weiter geöffnet werden, damit sie Bewegung, Spiel und Sport zukünftig ortsnah und vielfältig gestalten können.
Es fällt nicht immer leicht, die richtige Sportart zu finden – oder den richtigen Verein.
Damit dies gelingt, wollen wir mit einer Befragung die Bedarfe genauer ermitteln und natürlich auch die Übungsleiter*innen mit ins Boot holen. Hier könnt ihr euch an der Umfrage Online beteiligen.

Fragebogen für Teilnehmerinnen und Teilnehmer: https://ww2.unipark.de/uc/uhk_mitglied

Fragebogen für Übungsleiterinnen und Übungsleiter: https://ww2.unipark.de/uc/uhk_uebungsleitung/

Im Unstrut Hainich Kreis bewegt sich was! Regionale Sportbefragung im Juni.

Inklusion -

Der Unstrut Hainich Kreis wurde für das bundesweite Projekt „MIA - Mehr Inklusion für Alle“ (www.mehr-inklusion-fuer-alle.de) ausgewählt. Dieses führt der Deutsche Behindertensportverband, gefördert von der Aktion Mensch Stiftung durch. Der Rehasport Verein Mühlhsusen e. V. hat sich in Kooperation mit dem Kreisportbund Unstrut Hainich e. V., TBRSV e. V. und dem Amt für Integration, Inklusion und Stabtsstelle "Sozialplanung" - Landratsamt UH, Sportbeauftragte des Unstrut Hainich Kreis, Mühlhäuser Werkstätten e.V. und Thüringen Therme Mühlhausen für eine Teilnahme erfolgreich beworben. Leider werden uns die Fragebögen im Druck / Papierform erst am Ende der Woche vorliegen. Der Grund ist die neue Datenschutzverordnung. Die Online – Befragung kann aber schon umgesetzt werden. ...mehr

Das Ziel:
Menschen mit Behinderung sollen die Türen zu den Vereinen der Region weiter geöffnet werden, damit sie Bewegung, Spiel und Sport zukünftig ortsnah und vielfältig gestalten können. Es fällt nicht immer leicht, die richtige Sportart zu finden – oder den richtigen Verein. Damit dies gelingt, wollen wir mit einer Befragung die Bedarfe genauer ermitteln.
 
Wann: 11.06. – 28.06.2018

Zielgruppe:
Sportler/innen, Eltern, Angehörige bzw. gesetzliche Betreuer/innen von Menschen mit Behinderung und alle, die bisher kein Sportangebot für sich gefunden haben.

Wie:

Die Online-Befragung für die Zielgruppe in Alltagssprache wird vom IAW für alle Modellregionen verwaltet und ist unter folgendem Link zu finden:
www.unipark.de/uc/zielgruppen_mia/
 
Die Online-Befragung für die Zielgruppe in einfacher Sprache haben wir für Euch unter folgendem Link angelegt:
https://ww2.unipark.de/uc/uhk_es

Weitere Informationen zu den Partnern
https://www.ksb-unstrut-hainich.de/über-uns/
https://www.thueringentherme.de/infos/ueber-uns/
https://www.muehlhaeuser-werkstaetten.de/
http://www.rehasportverein-mhl.de/content/engagement.php

Run

Inklusion -

Am 6. Juni 2018 fiel ab 19:00 Uhr für ca. 9000 Läufer, Handbiker, Rollstuhlfahrer und Nordic Walker bereits zum 10. Mal der Startschuss zum RUN Unternehmenslauf. Für die Mitarbeiter von Unternehmen, Institutionen, Verbänden und Organisationen ging es auf die 5 km lange Strecke durch die historische Erfurter Innenstadt.
Nach der Premiere im Vorjahr war der TBRSV e.V. auch dieses Jahr beim RUN vertreten. Das Team des TBRSV e.V. setzte sich aus Blindenlaufpaaren, Handbikern sowie ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern zusammen. Bei sommerlichen Temperaturen startete unsere Delegation voller Elan im Block 3 (19:40 Uhr). Im Vordergrund stand wie jedes Jahr der Spaß. Der schweißtreibende Lauf hat allen Beteiligten viel Freude bereitet, insbesondere der umjubelte Empfang beim Zieleinlauf war ein Highlight. ...mehr

Unsere Motto #gemeinsamaktiv wurde bei der inklusiven Sportveranstaltung bestens vorgelebt und erfuhr Anerkennung durch die anderen Teilnehmer.
Am Ende gilt es einen Dank an unsere motivierten Sportlerinnen und Sportler auszusprechen!

RUN Thüringer Unternehmenslauf
Blindenlaufschule Eichsfeld
Marco Pompe
Sven Baum
Mario Oehme
Thüringer Behinderten- und Rehabilitations- Sportverband e.V.

Euer TBRSV e.V.
PS: Vielleicht sind wir nächstes Jahr mit einer noch größeren Delegation am Start – wir wollen noch viel(e) bewegen!
Interesse geweckt?
Dann meldet euch bei uns. Wir vermitteln gern den Kontakt zu unseren Mitgliedsvereinen bzw. Ansprechpartnern!

Projekt "Blickwechsel" - Mit dem Rollstuhl unter den Korb

Inklusion -

Mit dem Projekt "Blickwechsel" der Aktivschule sollen Hemmschwellen und Berührungsängste gegenüber Menschen mit Handicap durch gemeinsamen Sport und Begegnung abgebaut werden. Bereits im letzten Jahr wurde eine Stadtrallye durchgeführt, in der Schüler Erfurt mit dem Rollstuhl entdeckten. Schnell wurde klar, welche Barrieren und Hindernisse es im Alltag gibt, die sonst nicht auffallen. Eine Wiederholung ist geplant.
Im Rahmen des Sportunterrichts der Klassenstufe 6 besuchten uns nun am 27. April drei Rollstuhlbasketball-Akteure. Ball aufheben, Dribbeln, Ballpass oder Korbwurf - diese Grundlagen wurden nach der Gewöhnung an den Rollstuhl durch unsere Schüler eingeübt. ...mehr

Abschließend konnten sie das Gelernte gemeinsam in einem Spiel anwenden. Es dauerte nicht lang, die Spieler hatten den Dreh raus und versenkten den Ball trotz der tiefen Sitzposition im Korb. Das unverkrampfte Miteinander zeigte, Rollstuhlbasketball ist eine Sportart für alle.

Unterstützt und durchgeführt wurde das Projekt durch den TBRSV (Thüringer Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband e.V, Josef Jaglowski) in Kooperation mit der Mühlhäuser Initiative ILOH (Ich lebe ohne Hindernisse, Rehasportverein Mühlhausen e.V., Marco Pompe) und BIG Gotha e.V. (Andreas Porzelle).
Als Dankeschön wurde durch die SchülerInnen eine Spende (gesammelt durch einen selbst organisierten Kuchenbasar) übergeben, von dem Material für Reparaturen der Sportrollstühle gekauft werden kann.

Bericht: Marco & Dr. Sven Pompe

Inklusionslauf

Inklusion -

Eine bunte Sportgemeinschaft schuf ein großartiges Laufensemble

Der LAC Eichsfeld mit seiner Abteilung Blindenlaufschule, kann als Ausrichter des 1. Osterlaufes in Dingelstädt, welcher als Inklusionslauf ausgeschrieben war, ein positives Resümee ziehen. 321 Läufer fanden trotz schlechtem Wetters den Weg zum Dingelstädter Draisinenbahnhof, dort erschall der Startschuss zum 1. Osterlauf am 31.03.2018. Bunt war die Laufgemeinschaft, so bunt wie die Ostereier zum Osterfest. Es kamen Sportler aus nah und fern, Junge und Junggebliebene, Jugendliche mit Migrationshintergrund, Menschen mit und ohne Handicap. Spitzensportler aus Thüringen, allen voran Marcel Krieghoff, liefen im Duell mit dem Kenianischen Läufer Joseph Kibunja (Trainer und Guide der blinden Topläufer in Kenia), um das begehrte Gold. Ob auf der 1 km-, 3km-, 5km- oder 10 km Strecke bzw. beim Bambinilauf, es wurde gemeinsam „gekämpft“ um Siege, um Bestzeiten, ums Durchhalten.    ...mehr

Unsere BlindSchleichen, wie nicht anders zu erwarten, behaupteten sich mit starken Laufleistungen. So konnte Ulrike Wilhelm mit ihrem Guide Frank Dietrich in einer hervorragenden Zeit von 53:27 min die Ziellinie überqueren. Mit diesem Ergebnis konnte sie glücklich eine Goldmedaille und schönen Pokal in Empfang nehmen. Hans-Reinhard Hupe mit seinem Guide Mario Leimbach blieb unter der 40 min. Marke. Er benötigte nur 39:16 min, um die 10 km Strecke zu bewältigen. Glückwunsch!

Petra Paschel mit ihrem Guide Walter Kaufmann wurde mit einem stürmischen Beifall im Ziel begrüßt, als sie den Reigen der 5 km Starter beim Zieleinlauf beendete. Leider hatte Victoria Mai mit ihrem Guide Ines Hebenstreit Pech. Verletzungsbedingt musste sie nach halber Strecke den 5 km Lauf beenden. Wir wünschen gute Besserung!
Leider ist nicht möglich, allen Athleten in einem zusammenfassenden Artikel gerecht zu werden. Es übersteigt die Kapazitäten eines solchen, wollte ich alle tollen Ergebnisse der Athleten aufzeigen. Daher sei es mir erlaubt, mich auf die BlindSchleichen zu beschränken. Wichtig ist festzustellen, es war eine tolle Veranstaltung, bei der Inklusion und Integration problemlos gelang. Es sind eben die Menschen in ihrer Vielfalt, die diesen Lauf geprägt haben. Es sei jedem gedankt, der sich, in welcher Form auch immer, eingebracht hat. Ohne Euch wäre dieses sportliche Event nicht möglich gewesen.
Das Projekt Dingelstädter Osterlauf wurde durch die Partnerschaft für Demokratie im Eichsfeld im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!" durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie durch das Thüringer Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit gefördert.

Bericht: i.A. der Blindenlaufschule Juliana Löffler