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Para Leichtathletik

Faszinierend ist es, einen unterschenkelamputierten Weitspringer weit über 7m springen zu sehen. Schier unglaublich scheint es, wenn ein blinder Mensch fast so schnell wie ein Nichtbehinderter die 100m sprintet, dies aber im Gleichklang mit seinem sehenden Guide in perfekter Harmonie praktiziert, wenn querschnittsgelähmte Werfer aus einem Wurfstuhl heraus den Diskus über 50m weit schleudern, Frauen mit Carbonfedern an den Oberschenkelprothesen schnell sprinten, Männer mit geistiger Behinderung die 7,25kg-Kugel über 16m weit stoßen, Rennrollstuhlfahrer mit 40 km/h über die Stadionrunde zu fliegen scheinen, oder Cerebralparetiker perfekt koordinierte Bewegungsabläufe im Wettkampf umsetzen.

Wer kann mit einer Behinderung Leichtathletik betreiben und wie ist das organisiert?

Grundsätzlich wird in Track (Bahn/Straßenwettbewerbe) und Field (technische Wettbewerbe) unterschieden. Grundlage sind das IPC Regelwerk und die IPC Klassifizierungskriterien.

Es wird unterteilt in:

  • Menschen mit Sehbehinderung
  • Menschen mit Cerebralparese
  • Menschen mit mentaler Behinderung
  • Menschen mit körperlicher Behinderung
  • Menschen mit Querschnittslähmung

In Thüringen gibt es in Bad Blankenburg/Saalfeld, Zeulenroda, Leinefelde-Worbis und Erfurt Stützpunkte, an denen diese faszinierende Sportart von Menschen mit Behinderung leistungsorientiert betrieben werden kann. Landeskadermaßnahmen finden in Erfurt statt, weil hier die Leichtathletikhalle im Winter genutzt werden kann.

Fachwart

Carsten Weiss

Aktuelles

Jugend trainiert für Paralympics 2018

Para Leichtathletik -

Bundesfinale Leichtathletik „Jugend trainiert für Paralympics“ Erfolgreich wie nie….

und trotzdem etwas enttäuschend, so nahmen die 10 Sportler, welche für die „Schule am Andreasried Erfurt“ beim Bundesfinale starteten, die Siegerehrung entgegen.
14 Bundesländer, so viel wie noch nie, starteten gemeinsam vom 23.09.-27.09.2018 in Berlin.
Die für die Mannschaft namens-gebende Schule wurde dabei von 4 Schülern aus anderen Schulen unterstützt. Dies ist eine sehr gute Regelung, ermöglicht es doch den gehandicapten Sportlern, welche inklusiv beschult werden, die Teilnahme an diesen Wettkämpfen. ...mehr

Im Einzelnen dabei waren:

Mohammad Rezaei, Jonas Luleich,    Schule am Andreasried – Erfurt
Pascal Burkhardt, Leon Wagner,
Phillip Clas, Iris Theisen

Paula Keiner                    Regelschule „Robert-Bosch“ Arnstadt
Anabell Förster                Staatliche Gemeinschaftsschule Trusetal
Nora Wenderholm                Edith-Stein-Schule Erfurt
Raul Lasse del Rio                Gutenberg Gymnasium Erfurt


Am Sonntagvormittag ging es mit dem Zug Richtung Berlin, wo als erstes die Akkreditierung für die gesamte Mannschaft durchgeführt werden musste.
Danach ging es zum Hotel. Die Zimmer waren noch nicht fertig, da wurde der erste Ausflug eben früher begonnen. Mit der Straßenbahn auf den Alex und von dort über die Museumsinsel zum Brandenburger Tor und dem Reichstag. Leider wurde es unterwegs regnerisch und die Regenjacken waren noch Im Gepäck im Hotel. Schlechte Laune kam aber trotzdem nicht auf. Schnell wurden dann die Zimmer bezogen, Abendbrot gegessen und mit letzten Einweisungen zum Wettkampf ging der Tag zu Ende.
Am Montag war dann der erste Wettkampftag. Dort starteten unsere jüngeren  Teilnehmer - Anabell, Nora, Iris und Raul. Für die Mädchen begann es gleich mit ihrer leistungsmäßig schwächsten Disziplin, dem Schlagballwurf. Geübt wurde es sehr oft, aber zum Wettkampf konnte keines der Mädchen ihre wirklichen Leistungen zeigen. Schade, hätte es doch helfen können, ein noch besseres Gesamtergebnis erzielen zu können. Danach aber steigerten sich alle ungemein und holten im 800m Lauf entscheidende Punkte auf. Gemeinsam mit Raul, der einen soliden Wettkampf absolvierte, lagen wir am ersten Tag auf Platz 6 mit Möglichkeiten, sich am zweiten Tag noch zu steigern. Das Team hat sich noch mal eingeschworen und viel für Tag 2 vorgenommen. Für die Jungs begann es mit dem Weitsprung, es lief gut, jeder rief sein Leistungsvermögen ab bzw. verbesserte sich auch. Der 100m-Lauf und auch das Kugelstoßen lief im Rahmen der Möglichkeiten, wobei sich da Mohammad und Phillip als eifrige Punktesammler erwiesen.
Der abschließende 800m-Lauf war dann wieder der Punktebringer für unser Team. Paula lief diese mit Ihrer Behinderung so beeindruckend, dass sie damit 3. bei 30 Teilnehmerinnen geworden ist, wobei es natürlich keine Einzelwertungen gibt.   
Zur Siegerehrung wurden die Mannschaften dann in umgekehrter Reihenfolge aufgerufen. Als dann nur noch 4 Mannschaften zum aufrufen standen, hofften alle darauf, unter den ersten 3 zu sein. Die ersten 3 Mannschaften dürfen nämlich auf die große Bühne bei der Abschlussveranstaltung in der Max-Schmeling-Halle und werden dort von allen Teilnehmern (ca. 5.000) nochmal gefeiert.
Leider waren wir die Vierten und somit trotz des hervorragenden Ergebnisses etwas enttäuscht, diesen Traum doch nicht erreicht zu haben.
Schnell wurde die Truppe von den Betreuern wieder motiviert, nächstes Jahr gibt es ja wieder ein Bundesfinale.
Das Team hat also jetzt schon wieder ein Ziel vor den Augen, für das es sich lohnt, im Training ordentliche Leistungen anzubieten.
Insgesamt geht für unsere Sportler ein recht erfolgreiches Jahr zu Ende, Platz 2 für das Team im Jugendländercup und jetzt noch einmal Platz 4 im Bundesfinale, wobei dieser vierte Platz sogar noch hochwertiger zu betrachten ist.
Alle Betreuer und Interessierten für unsere Kids waren wieder sehr zufrieden.

Der Mittwoch stand dann wieder ganz im Zeichen des Kennenlernens der Bundeshauptstadt Berlin.  Diesmal ging es auf das Gelände der ehemaligen Internationalen Garten-Ausstellung, wo sich heute die Ausstellung „Gärten der Welt“ befindet. Wir erkundeten diese mit der Seilbahn und einer Fahrt mit der Sommerrodelbahn.  
Am Abend ging es dann wieder zur sehr gut organisierten Abschlussfeier für alle Teilnehmer „Jugend trainiert für Olympia“ und „Jugend trainiert für Paralympics“ in den verschiedenen Sportarten.
Die Sportler, welche schon mal dabei waren, freuen sich von Anfang an auf diese Veranstaltung, sind dort doch neben den Siegerehrungen auch immer wieder sehr schöne Unterhaltungseinlagen enthalten. Am Ende dann die Disco für die Teilnehmer. Völlig ermüdet fielen die Kids ins Bett zur letzten Nacht in Berlin.

Das Betreuerteam bedankt sich bei allen Teilnehmern für Ihre sportlichen Leistungen und die Disziplin über den gesamten Zeitraum.
Im nächsten Jahr wird auf alle Fälle wieder eine Thüringer Leichtathletik-Mannschaft dabei sein.

Carsten Weiss
Fachwart Leichtathletik

DM Marathon in Berlin

Para Leichtathletik -

Nicht jeder kann ein Kipchoge sein, aber dennoch ein Star!

Wer 42 km finished ist ein Kämpfer, wer dies noch in einer respektablen Zeit schafft, ein Held und wer dazu noch seinen Deutschen Meistertitel verteidigen kann, ist zweifelsohne ein Gewinner. Und so gratulieren wir unseren Athleten Steffen Klitschka und Hans-Reinhard Hupe zu ihrer erfolgreichen Teilnahme im Rahmen der Para-DM Marathon in Berlin.  ...mehr

Der Jubel beim Einlauf des Weltrekordinhabers Kipchoge, welcher nach sagenhaften 2:01:39h die Ziellinie überquerte, war stürmisch, die Menschen trugen ihn mit ihrer euphorischen Stimmung hinein in das Ziel, wo er kniend die Erde küsste, ein Kreuzzeichen schlug und sich hiernach dankbar lächelnd wieder den Zuschauern zuwandte. Wartend auf unsere beiden Vereinsmitglieder, kam nach 2:42h unser kenianischer Freund Josef Kibunja vorbeigeraucht, mitten in der Zieleinlaufzone eine frohes Wiedersehen mit ihm. Wer hätte das erwartet! Nach 3:04h lief Steffen, geführt von seinem langjährigen Guide Holger Stoek ins Ziel. Welch eine überragende Leistung von beiden. Mit dieser Zeit betätigte Steffen seine Laufleistung vom Vorjahr und konnte in der T12 (stark seheingeschränkt) seinen Deutschen Meisertitel verteidigen.
Hans-Reinhard, nicht ganz so formstark wie im vergangenen Jahr, verlor auf den letzten Kilometern an Tempohärte und überquerte dennoch mit einer TOP–Zeit von 3:19h die Ziellinie. In der T11 (vollblind) konnte auch er seinen Meistertitel verteidigen. Ganz großer Dank gilt an dieser Stelle dem Guide Tilo Eichler. Nach einem Facebookaufruf „Guide für einen blinden Marathonläufer gesucht“ über die Karower Dachse, meldete sich dieser sympathische Sportler und nahm die Herausforderung an, Hans-Reinhard über die Marathonstrecke zu führen. Es war ein läuferisches Zusammenspiel von der ersten bis zur letzten Minute, einfach großartig. Respekt den beiden Guides und herzlichen Glückwunsch unseren Athleten Steffen und Hans-Reinhard.
Eure BlindSchleichen!
Bericht: Juliana Löffler

Offene Mitteldeutsche Meisterschaften

Para Leichtathletik -

Am 25. August 2018 fanden in Leipzig die Mitteldeutschen Para Leichtathletik-Meisterschaften im Nebenstadion der Arena Leipzig statt. 30 Teilnehmer waren angereist, um zum Abschluss der Saison noch einmal zu zeigen, dass sich ihr hartes, nicht immer ohne Schwierigkeiten verlaufendes Training, lohnt. Sie hofften auf gute Weiten und Zeiten.
Vom SV 1883 Schwarza waren Tino Philipp, Patrick Bergner und Michael Sandmann, mental unterstützt von ihrem Trainer und verletzten Mannschaftskameraden Nils Paschold, angereist. Pünktlich 10 Uhr waren die Wettkampfstationen aufgebaut und die Kampfrichter vor Ort. Bei den Rolliwerfen begann der Tag mit dem Diskuswerfen, die Wettkämpfer der stehenden Sportler fingen mit dem Kugelstoßen an. Da die Sportler alle in ihren jeweiligen Startklassen gewertet wurden und aufgrund der zeitgleich stattfindenden EM in Berlin etliche Sportler dort um Medaillen kämpften, gab es viele erste Plätze zu bejubeln.    ...mehr

So belegte Patrick den ersten Platz im Diskuswerfen in der Klasse F55 mit einer neuen persönlichen Bestweite von 22,42m. Michael wurde Erster in der Klasse F54 mit 12,64m. Tino gewann die F48 im Kugelstoßen mit 9,72m und anschließend auch das Diskuswerfen mit 31,62m. Danach hatten die Rolliwerfer noch das Speerwerfen auf dem Programm. Hier beendete Patrick mit 17,51m als Erster der F55 und Michael die F54 mit 11,45m als Erster.
Danke an alle Ehrenamtlichen, Helfer und Kampfrichter.
Für nächstes Jahr wünschen wir uns eine bessere Terminierung, sodass evtl. noch mehr Sportler daran teilnehmen können.
Bericht: Michael Sandmann

Offene Mitteldeutsche Meisterschaften in Leipzig

Para Leichtathletik -

Ein Wettkampftag mit Licht- und Schattenseiten!

Ein Quartett unserer Blindenlaufschule, im Altersdurchschnitt mit respektvollen Ü50, doch hoch motiviert und bester Laune, strebte am 25.08.2018 den Offenen Mitteldeutschen Meisterschaften der Behinderten in Leipzig entgegen. Im Vorfeld schon angekündigt, waren an der Wettkampfstätte keine Verpflegungsstände vorhanden, so zogen wir mit Picknickkörbchen und in Erwartung guter Wettkämpfe und sportlicher Begegnungen in das Stadion ein. Den Kampfrichtern, die ehrenamtlich und mit Herzblut ihren Dienst für die behinderten Sportler versahen, sei an dieser Stelle ein herzliches Dankschön gesagt.   ...mehr

Unsere Laufwettkämpfe verliefen planmäßig, Ulrike und Hans-Reinhard starteten über 1500m, Herbert und Silvia nahmen am 100m Sprintwettkampf teil. Geführt von Martin (Guide von Hans-Reinhard und Silvia) und Juliana (Guide von Ulrike) waren die Einzelwettkämpfe eine spannende Einheit, welche von der gemeinsamen Staffel 4x100m als positives Mannschaftserlebnis abgerundet wurde. Mit einer Laufzeit von 5:25min überquerte Hans-Reinhard die Ziellinie, Ulrike lief auf gleicher Distanz über 1500m eine 7:20min.
Tolle Laufleistungen auch bei unseren 100m Sprintern. So gelang es Silvia mit einer Zeit von 21, 57 sec. unter der 22 sec. Marke zu bleiben und Herbert benötigt gar nur eine 16,20 sec. für die 100m. Glückwunsch an unsere Athleten!

Was uns jedoch sehr zu denken gab, waren die Teilnehmerzahlen der Aktiven und die Besucherquote bei diesen Mitteldeutschen Meisterschaften. Als seheingeschränkte Sportler kämpften unsere Athleten quasi gegen sich selbst und in der Staffel war eigentlich der Vordermann der Konkurrent, denn es gab nur uns. Und als am Ende der Veranstaltung nicht nur der Himmel zu weinen begann, sondern auch einigen jüngeren Sportlern aus Unverständnis darüber, dass wegen des Regens die Siegerehrung ausfallen musste, dicke Tränen über die Wangen rollten, da war es mit unserer sonst so lustigen Stimmung nicht mehr ganz so gut bestellt.
Etwas bedröppelt, so wie sich der Himmel bei unserem Auszug aus dem Stadion zeigte, marschierten wir dem Bahnhof entgegen. Hier wurden wir von einer durch die Innenstadt ziehenden Musikgruppe überrascht und als mit Musik und einem Tänzchen die Heiterkeit wieder in unsere Herzen einzog, war uns klar, wir müssen weiter daran arbeiten, dass mehr Menschen in den inklusiven Sportgedanken einbezogen werden.
Vielleicht sollte eine solche Veranstaltung ganz selbstverständlich in einen Wettkampf mit Menschen ohne Handicap integriert werden. Das bringt Vielfalt, gegenseitigen Respekt und vor allem Freude an der Gemeinsamkeit, mit allen Facetten!

Bericht: Juliana Löffler

Deutsche Meisterschaften in der Para-Leichtathletik Kienbaum 2018

Para Leichtathletik -

Am vergangenen Wochenende 07./08.Juli 2018 fanden im Bundesleistungszentrum Kienbaum die Deutschen Meisterschaften in der Para-Leichtathletik statt. Für Thüringen starteten 14 Athleten aus 5 Vereinen.

Bei den Wurf- und Stoßdisziplinen konnten Thüringer Starter 12 Goldmedaillien,1 Silber,  2 Bronze und 2 4. Plätze erringen. Der Zeulenrodaer Andreas Wolfram (TSV Zeulenroda) konnte im Diskuswerfen der Männer der Klassen F28, F46 und F48 mit 30,23m Gold  gewinnen und belegte im Speerwerfen bei einem Starterfeld von 13 Mann  Bronze mit 40,37m. Ebenfalls Bronze ging an Sandra Vogel (Olympic Erfurt). Beim Diskuswerfen der Frauen der Klassen F20, F36, F38 und F48 mit einer Weite von 27,97m. Im Kugelstoßen belegte sie Platz 4 mit 10,13m.  Romy Reinhard (Olympic Erfurt) holte bei den Sehgeschädigten  S40 jeweils Gold im Kugelstoßen mit 4,65m, beim Speerwurf  mit 11,38m ebenfalls Gold und beim Diskuswerfen reichten 13,95m für Gold.  Holger Fromm (Olympic Erfurt) S60/F48 errang Silber beim Diskus mit 27,24m und wurde 4. beim Kugelstoßen mit 9,59m. ...mehr

Die 3 Athleten  vom SV 1883 Schwarza e.V. gewannen alle Disziplinen in denen sie antraten und sicherten sich 7 Goldmedaillien.Patrick Bergner wurde deutscher Meister bei den Rolliwerfern im Speer- und Diskuswurf nach dem Punktesystem mit Weiten von 17,21m bzw 21,40m. In der Klasse F54/S50 belegte Michael Sandmann 3x Platz 1 beim Kugelstoßen mit 5,41m, beim Speerwerfen mit 11,62m und beim Diskuswerfen mit 12,81m. Tino Philipp errang Gold beim Diskuswerfen der Klasse F48/S50 mit 32,28m sowie im Standweitsprung mit 2,18m.

Im gut besetzten, aber leider in offener Klasse startenden Feld, der Sprint-Frauen konnte Isabelle Foerder leider wieder nur unter widrigen Windbedingungen starten und somit die EM-Norm natürlich nicht erreichen. Original-Aussage nach dem 200m.Lauf: „In der Kurve bist Du wie gegen eine Wand gelaufen“. Kein Sprinter konnte also seine Saison-Zeiten verbessern. Die im Frauenfeld der Rollifahrer startende Julia Langer konnte sich allerdings über 400m über eine neue persönliche Bestzeit freuen. Allerdings war sie bei 2 Startern gegen die international startende Annika Zeyhen in jedem Rennen die Zweite. Im gut besetzten Männerfeld konnte Benjamin Weiss seine gute Form bestätigen und wurde über 100m und 200m jeweils Vizemeister. Alle startenden Sprinter aus Thüringen gehören dem HSC Erfurt an.

Unsere Blindschleichen aus dem Eichsfeld, die blinden Langstreckenläufer Ulrike Wilhelm , Steffen Klitschka und Hans-Reinhard Hupe  gewannen jeweils Ihre Läufe über 5.000m.  Die Bedingen für die Läufer und Guides waren super. Steffen Klitschka, als schnellster unter den Dreien, konnte nach 19:08 min den Wettkampf beenden, Hans- Reinhard Hupe erreichte mit seinem Guide Niels Rönisch nach 19:44 min das Ziel und Ulrike Wilhelm mit ihrer Führungsläuferin Juliana Löffler, schloss mit 26:29 min den Reigen der Langstreckenläufer ab. „Das unsere Sportler wiederum mit drei Goldmedaillen nach Hause fahren, macht uns stolz“,so die Macherin des LAC Eichsfeld, Juliana Löffler, „ zumal bis 2 Tage vor dem Wettkampf noch nicht feststand, ob Hans- Reinhard überhaupt starten konnte, da trotz emsiger Suche kein Guide für ihn zu finden war.“ Sie möchte sich auf diesem Wege ganz herzlich bei Herrn Lutz Kramer vom LAC Berlin bedanken, der den jungen Sportler Niels Rönisch ganz kurzfristig für die Sache des Begleitläufers begeistern konnte und der mit seinen 18 Jahren so kompetent führte, dass es eine Freude war dem Tandem beim Wettkampf zuzuschauen.

Insgesamt kann man mit den Ergebnissen zufrieden sein, aber sie sollen auch nicht darüber hinweg täuschen, dass kein einziger Starter aus dem Nachwuchsbereich in Kienbaum gestartet ist. Dies lag leider an der Urlaubszeit und Verletzungen. Im nächsten Jahr soll sich dieses Bild  auf alle Fälle verändern, beweisen doch die Ergebnisse des Jugendländercups, dass unser Nachwuchs teilweise mit der starken Konkurrenz mithalten kann.

Carsten Weiss
Landesfachwart Leichtathletik

Bericht LAC Eichsfeld e. V. zur DM DBS (Freiluft) in Kienbaum

Para Leichtathletik -

Para-Panda gratuliert unseren Athleten zu drei Meistertiteln!
…und nicht nur der Para-Panda, auch wir gratulieren unseren Vereinsmitgliedern Ulrike, Steffen und Hans-Reinhard zu ihren tollen Laufleistungen über 5000m Bahn am 08.07.2018 im Olympischen und Paralympischen Trainingszentrum Deutschland, in Kienbaum. Die Bedingen waren super, super für Läufer, Guides, Wettkampfrichter und Zuschauer. Steffen Klitschka, als schnellster unter den Dreien, konnte nach 19:08 min den Wettkampf beenden, Hans-Reinhard Hupe erreichte mit seinem Guide Niels Rönisch nach 19:44 min das Ziel und Ulrike Wilhelm mit ihrer Führungsläuferin Juliana Löffler schloss mit 26:29 min den Reigen unserer Athleten ab. ...mehr

Das unsere Sportler für unseren Verein wiederum mit drei Goldmedaillen nach Hause fahren, macht uns stolz, zumal bis 2 Tage vor dem Wettkampf noch nicht feststand, ob Hans-Reinhard überhaupt starten konnte, da trotz emsiger Suche kein Guide für ihn zu finden war. So möchten wir uns auf diesem Wege ganz herzlich bei Herrn Lutz Kramer vom LAC Berlin bedanken, der den jungen Sportler Niels Rönisch ganz kurzfristig für die Sache eines Begleitläufers begeistern konnte und der mit seinen 18 Jahren so kompetent führte, dass es eine Freude war dem Tandem beim Wettkampf zuzuschauen. Vergessen wollen wir auch nicht unseren Sportfreund Aziz Kharotai, der die lange Reise auf sich nahm und das sportliche Event fotografisch festhielt, sodass ein jeder der Interessierte hat, daran teilhaben kann.
Lasst Euch inspirieren…, bis zum nächsten Mal eure Blindenlaufschule.

Bericht: Juliana Löffler

 

Bericht und Ergebnislisten zur Landesmeisterschaft 2018

Para Leichtathletik -

Am Wochenende 15.-17.06.2018 fanden die Thüringer Landesmeisterschaften in der Leichtathletik für Menschen mit Behinderung statt. Dieser Wettkampf war wie immer eingebettet in die Landesmeisterschaften des Thüringer Leichtathletikverbandes.Leider konnten aus organisatorischen Gründen die Wettkämpfe der Werfer und Stoßer nicht wie geplant in Ohrdruf stattfinden, so dass sie kurzfristig am Freitagabend in Erfurt stattfanden.
Die kleine Familie der Werfer und Stoßer konnten auf den von den Erfurter Sportbetrieben sehr gut vorbereiteten Anlagen ihre Wettkämpfe austragen. Ein Dankeschön von allen Wettkämpfern war ihnen gewiss. 13 Athleten aus 5 Vereinen kämpften um die Medaillen.   ...mehr

Die anspruchsvollste Leistung kam dabei von Jürgen Meier vom SV 1883 Schwarza, der im Keulenweitwurf mit 21,55m einen neuen Deutschen Rekord in seiner Schadensklasse aufstellte.
Mit Leon Wagner vom ISV Olympic Erfurt war erstmals seit Jahren auch wieder ein Junior am Start. Er wechselte vor ca. einem halben Jahr vom Sprint zum Wurf und fühlt sich dort auch sehr gut aufgehoben. „Er macht seine Sache schon sehr gut, muss natürlich noch viel Technik trainieren, damit er seine Kraft effektiv in den Würfen umsetzen kann“, sagt sein Trainer Holger Fromm.
Holger Fromm selbst startet bei den Landesmeisterschaften immer doppelt, einmal in der Behindertenklasse, dann aber auch über den ASV Erfurt bei den Senioren im Thüringer Leichtathletikverband.
„Schön, dass diese Meisterschaften wieder so durchgeführt wurden“, war dann auch das Fazit von Michael Sandmann, Abteilungsleiter Behindertensport im SV 1883 Schwarza.

Am Samstag früh waren dann erstmal die Kids des Handicap-Sportsclub Erfurt mit dem klassischen Leichtathletik-Dreikampf Sprint (75m), Schlagballweitwurf und Weitsprung an der Reihe. Hierbei ging es insbesondere darum, die im Training erlernten Prozesse, so auch im Wettkampf umzusetzen. Besondere Leistungen erzielten hierbei Raul Lasse del Rio im Schlagball und Iris Theisen im Weitsprung.
Insgesamt konnten die Kids viele persönliche Bestleistungen erreichen und damit nachweisen, dass sich nur durch stetiges Training auch die Leistungen verbessern.

Die älteren Athleten im Sprint/Sprung waren dann am Samstag und Sonntag jeweils nachmittags im Einsatz. 4 Athleten vom SV Einheit Worbis und 5 Athleten vom HSC Erfurt waren hier gemeldet.
Isabelle Foerder, die wohl bekannteste Behindertensportlerin des Wochenendes, war mit Ihren Leistungen zum jetzigen Trainingszeitpunkt nicht unzufrieden, hoffte aber, schon ein Stück weiter zu sein.

Paula Keiner und Phillip Clas konnten persönliche Bestzeiten erlaufen, Mohammad Rezaei hat jetzt Zeit, sich bis zu den Deutschen Meisterschaften am 07./08. Juli in Kienbaum wieder in Form zu bringen und seine angestrebten Ziele dort zu erreichen.
Benjamin Weiss stellte seinen sehr guten Trainingszustand unter Beweis und lief letztes Wochenende schon Bestzeit über 200m und unterbot diese mit 24,73s dieses Wochenende noch einmal. Er möchte seinen Titel über die 200m in der Halle auch in der Freiluft verteidigen.

Armin Göckeritz, Trainer der Athleten vom SV Einheit Worbis, war mit seinen 4 Schützlingen rundum zufrieden. Luisa Klymus, als jüngste von Ihnen, absolvierte Ihren ersten Wettkampf und zeigte dabei sehr gute Leistungen.

Es ist super, dass die Verbände so gut kooperieren und die Landesmeisterschaften gemeinsam ausrichten. Das Format hat sich bewährt und ist sehr gut. Natürlich sind mehr Teilnehmer und auch mehr Vereine mit Para Leichtathletik gern willkommen, dann kann die gute Wettkampf-Basis noch mehr ausgebaut werden.“, so die Aussage von Marion Peters, Trainerin Leistungssport des HSC Erfurt, welches hier gleichzeitig als Fazit für die sehr gelungene Veranstaltung gilt.

Bericht: Carsten Weiss (Landesfachwart Leichtathletik)

DM 10.000m Bahn am 09.06.2018 in Blankenburg

Para Leichtathletik -

Via Facebook in letzter Minute einen Guide gefunden! Dank Martin Reuschler konnte das gemeldete Trio in der T11/T12 vollzählig starten.Spannung über 25 Runden- die Lauftandems Tien Fung Yap mit seinem Guide Florian, Steffen Klitschka mit Guide Holger Stoek und Hans-Reinhard Hupe mit seinem Guide Martin Reuschler starteten gemeinsam mit dem Handbiker Stefan Strobel über 10.000m, um sich im Kampf um die begehrten Podestplätze zu behaupten. 25 Runden - bei ordentlicher Hitze, können anstrengend sein! Selbst als Zuschauer kommt man dabei ins Schwitzen. Unsere Athleten gaben ihr Bestens und schonten sich nicht. Konzentriert und hochmotiviert, mit dem Ziel die 40 min-Marke zu knacken, spulten sie Runde für Runde laufend ab.  ...mehr

Tien Fung wurde hierfür mit einer persönlichen Bestzeit von 39:10 min belohnt. Dem jungen, sympathischen Athleten unseren herzlichen Glückwunsch. Für Hans-Reinhard blieb bei der Überquerung der Ziellinie die Uhr bei 40:22 min stehen. Wunschziel knapp verpasst - dennoch superstarke Leistung. Steffen, der etwas Pech hatte und während des Wettkampfes stürzte, sich aber sekundenschnell wieder aufraffen und weiterlaufen konnte, stürmte mit einer Zeit von 40:40 min in das Ziel. Beifall auch für unseren Handbiker Stefan, welcher mit seinem Gefährt mit einer Zeit von 40:16 min in die Zielarena schmetterte.
Allen Athleten unsere Anerkennung!
Bericht: Juliana Löffler

Nordostdeutsche Landesmeisterschaft in Potsdam

Para Leichtathletik -

Am 9. Juni 2018 fanden in Potsdam die Nordostdeutschen Landesmeisterschaften der Para Leichtathleten statt. Die Schwarzaer Athleten meldeten zu dieser Veranstaltung 4 Sportler, welche alle in ihren Startklassen aufs Podium kamen. Tino Philipp gewann mit 2,42m den Sprung aus dem Stand, 5cm weniger als seine persönliche Bestweite. Beim Diskuswerfen seiner Klasse konnte er diesmal die 30m Marke nicht knacken, 28,84m reichten ihm aber für den Sieg. Bei den Rolliwerfern lief es für Nils Paschold am besten. Er gewann das Kugelstoßen mit 7,83m. Hier wurden alle Startklassen nach dem Punktesystem gewertet. Michael Sandmann wurde in diesem Wettkampf 3. mit 5,51m. Zum Diskuswerfen gelang uns nochmals ein doppeltes Podium durch Nils, der mit 26,46m siegte und Patrick Bergner, welcher mit 21,06m den 3. Platz belegte. ...mehr

Wie immer fand zum Abschluss des Wettkampftages das Speerwerfen statt. Hier siegte Patrick mit 18,10m. Michael kam mit 12,92m bis auf 7cm an seine persönliche Bestweite heran. Er schaffte damit den 3. Platz.

Bericht: Michael Sandmann

HALPLUS WERFERTAGE 2018 HALLE/SAALE

Para Leichtathletik -

Am 26./27. Mai 2018 traf sich die internationale Werfergemeinde der Leichtathleten in Sachsen Anhalt zu ihren jährlichen Wurfevent.Bei dieser Veranstaltung sind seit Jahren auch die Paraleichtathleten am Start. Thüringen wurde durch die Rolliwerfer vom SV 1883 Schwarza e.V. würdig vertreten. Der Wettkampf wurde 9Uhr mit dem Diskuswerfen eröffnet. Es gewann die Klasse F55 Nils Paschold vor Patrick Bergner mit Weiten von 27,25m bzw 20,46m. In der Startklasse F54 sicherte sich Michael Sandmann mit 12,86m den Sieg. Beim Kugelstoßen war aus Thüringen nur Nils Paschold am Start. Mit 7,67m gewann er seine Startklasse. Zum Abschluß des Wettkampfes stand das Speerwerfen auf dem Program. Aus Thüringer Sicht vertreten durch Michael Sandmann und Patrick Bergner. Beide wurden mit Weiten von 11,75m bzw 16,77m Sieger in ihren jeweiligen Startklassen.

46.Guts-Muths Rennsteiglauf 2018

Para Leichtathletik -

Meine 22. erfolgreiche Teilnahme ermöglichten mir meine 2 lieben Sportfreunde und Guides Juliana und Karsten vom LAC Eichsfeld. Zusammen liefen wir bei bestem Wetter 42km den Rennsteig von Neuhaus a. R. bis ins schönste Ziel der Welt nach Schmiedefeld.

Mein herzlicher Dank an die beiden.

Bericht: Ulrike Wilhelm

Eröffnung der Freiluftsaison in Wittenberg

Para Leichtathletik -

Am 12. Mai wurde, mit dem ´´Wurf mit Handicap´´, die diesjährige Freiluftsaison der Para Leichtathleten in der Lutherstadt Wittenberg eröffnet. Sportler aus Sachsen, Thüringen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt waren bei herrlichem Wetter am Start. Der SV 1883 Schwarza war dieses Jahr mit 3 Athleten dabei. Tino Philipp sicherte sich in der stehenden Klasse F48 den Sieg im Diskuswerfen mit 32,55m. Im Standweitsprung erreichte er 2,40m und die Kugel stieß er 8,65m, was ihm ebenfalls die Siege seiner Klasse bescherte. Bei den Rolliwerfern der Klasse F55 schafften Nils Paschold und Patrick Bergner im Diskuswerfen die Plätze 1 und 3 mit Weiten von 26,57m bzw. 20,67m. Beim Kugelstoßen war Nils schon besser drauf und bestätigte mit 8,08m seinen Aufwärtstrend seit der ausgeheilten Handverletzung im Winter. Zum Abschluss des Tages war dann noch das Speerwerfen auf dem Programm. Hier waren Patrick und Nils wieder mit Weiten von 17,44m bzw. 19,83m ganz vorn dabei. Nils gewann vor Patrick.

Bericht: Michael Sandmann

Nachwuchs- Jugend Länder Cup 2018 in Rostock

Der alljährlich stattfindende Wettkampf fand zum vorerst letzten Mal in Rostock statt.
Das Team Thüringen bestehend aus 10 Schülern, aus 4 verschiedenen Schulen und 2 Vereinen, reiste dieses Jahr einen Tag früher als der offizielle Beginn an, um ein Kurztrainingslager, welches der Thüringer Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband e.V. zusätzlich finanziert hat, durchzuführen. Der Jugend-Länder-Cup ist ein Vergleichswettkampf der Bundesländer. Wie im letzten Jahr bereits aus Kapazitätsgründen nur mit den Sportarten Leichtathletik und Schwimmen. Aus diesem Grund waren also auch diesmal aus Thüringen nur die Leichtathleten am Start.       ...mehr

Zum Treffpunkt am Bahnhof waren auch alle Teilnehmer pünktlich und sehr aufgeregt, hatten sie doch die letztjährige Zugfahrt noch in Erinnerung. Aber auch diesmal blieb diese nicht ohne einschneidendes Erlebnis. Der Anschlusszug wurde zwar erreicht, aber durch den Defekt von 2 Waggons verteilten sich die Fahrgäste in den verbliebenen 3 Waggons. Diese waren völlig überfüllt, so dass die Jugendlichen, welche keinen Platz mehr fanden, auf den Treppen saßen.

Angekommen im Sporthotel Rostock konnten die Zimmer in Beschlag genommen und kurz verschnauft werden.
Der Nachmittag verging dann mit einer sehr anstrengenden Wanderung zum Wasser und ins Zentrum von Rostock, damit man die Stadt auch ein bisschen Kennenlernen konnte.
Das Trainingslager am Freitag fand auf der sehr schönen Anlage des 1. LAV Rostock statt. Alle stattfindenden Sportarten wurden in kurzen Sequenzen noch einmal durchgespielt, vorgeführt und dann selbst durchgeführt Die Sicherheit in den Abläufen sollte damit verbessert werden. Dass dieses Trainingslager bestimmt auch zu den guten Ergebnissen führen sollte, ahnte von den Beteiligten zu diesem Zeitpunkt keiner.
Nach dem anstrengenden Beginn sollte der Tag in Warnemünde die Beine am Strand lockern. Mohammad und Jonas bewiesen Mut und trauten sich sogar ins Wasser.
Am Samstag folgte früh noch ein kurzes Training und dann ging es zur Besichtigung des Traditionsschiffes im Dorf Schmarl. Auf dem Gelände konnten die Kids auch eine kleine Bootswerft besichtigen und ließen sich genau erklären, wie so ein Boot gefertigt wird.
Der Sonntag stand dann ganz im Zeichen des Leichtathletik-Wettkampfes. Er wurde zusammen mit der Bahneröffnung des 1. LAV Rostock als integrativer Wettkampf durchgeführt, was alle Teilnehmer als sehr wertvoll bezeichnet haben.
Pünktlich um 10:00 Uhr ging es los. Die Aufregung war riesengroß und sie legte sich erst langsam nach dem ersten Start. Die Kleinen hatten einen Drei-, während die Größeren einen Vierkampf zu meistern hatten.
Zur eigenen und der Freude der Betreuer absolvierte Phillip Clas wieder einen sehr guten Wettkampf und holte sich mehr als verdient den ersten Platz in der Wertung der U16. Dass dies in einem sehr starken Feld gelang, unterstreicht seine sehr guten Leistungen.
Ebenfalls den ersten Platz belegten Paula Keiner und Raul Lasse del Rio, welche allerdings leider in ihren Altersklassen allein am Start waren.
Mohammad konnte seine Leistungen nur bedingt abrufen und wurde am Ende 2. in seiner Altersklasse. Jonas fehlt zurzeit das spezielle Leichtathletiktraining, deswegen konnte er in seiner Altersklasse nicht mit aufs Treppchen, was ihm in den letzten beiden Jahren noch gelang.
Leon als einziger Werfer/Stoßer im Team gelang ein solider Wettkampf. Er steht ja erst seit einem halben Jahr im Training und dafür machte er seine Sache sehr gut.
Einen weiteren Sieg gab es allerdings in der Mannschaftswertung der U16/U20. Dort holte sich das Team mit Mohammad, Phillip und Jonas den Titel. Den 6. Platz in dieser Wertung holten sich immerhin noch Leon, Anabell und Pascal.
Mit diesen Ergebnissen gelang es, einen 2. Platz in der Gesamtwertung Leichtathletik zu erringen und einen Scheck in Höhe von 300,-€ in Empfang nehmen zu dürfen. Mit diesem Geld soll ein weiteres Trainingslager zu Schuljahresbeginn durchgeführt werden, um sich optimal auf „Jugend trainiert für Paralympics“ vom 23.-27.09.2018 in Berlin vorbereiten zu können, wo viele der hier Anwesenden auch wieder starten werden.
Der Abschlussabend am Sonntag ist auch immer wieder ein kleiner Höhepunkt, wo sich die Teilnehmer bei Musik und guter Laune noch mal richtig austoben können. Erstaunlich wie mobil dann manche auf einmal wieder sind, obwohl nach dem Wettkampf nach eigener Aussage gar nichts mehr ging.
Allen Sportler- und BetreuerInnen hat es Riesenspaß gemacht und ich möchte mich bei allen Teilnehmern dafür bedanken, dass dieses Wochenende für alle Beteiligten ein sehr schönes Erlebnis war.

Bericht: Carsten Weiss

Marathon- Weltcup von Menschen mit Behinderung am 22.04.2018 in London

Para Leichtathletik -

Im Rahmen des Virgin Money London Marathon wurde der World Para Athletics Marathon ausgetragen. Mit der Para Leichtathletik Bundesmannschaft gingen zwei unserer Vereinsmitglieder für Deutschland an den Start. Dem Team gehörten mit Tien Fung Yap (T12 stark seheingeschränkt) und seinem Guide Max Kirschbaum sowie Harald Lange (T13 seheingeschränkt) auch die Athleten des LAC Eichsfeld/ Abt. Blindenlaufschule Steffen Klitschka (T12) mit seinem Guide Florian Grasel und Hans- Reinhard Hupe (11 vollblind) mit seinen Guides Mario Leimbach sowie Martin Sander für Deutschland an. Für unsere Sportler und für unsere Blindenlaufschule war dies eine große Ehre und zugleich eine hohe Herausforderung. 96 Para Athleten aus aller Welt, mit den unterschiedlichsten Handicaps, gingen gemeinsam mit 40 Tausend Menschen ohne Handicap an den Start, um bei herrlichstem Sonnenschein und sehr warmen Temperaturen auf der mit Menschen umsäumten 42,195 km Strecke zu finishen.   ...mehr

Alberto Laso überquerte als erster blinder Athlet in 2:28:49 h die Ziellinie. Als bester deutscher Athlet, in der Ranking Liste Platz 14, konnte sich Tien Fun Yap mit einer Zielzeit von 3:00:15 h behaupten. Aus dem deutschen Team folgte ihm in 3:03:04 h Steffen Klitschka. Diese Laufleistung wurde mit Platz 16. belohnt. Auf Platz 19 reihte sich Hans-Reinhard Hupe mit einer Laufzeit von 3:07:57 h ein. Der seheingeschränkte Harald Lange erlief sich in der Klasse T13 in 3:06:20 h den 4. Platz. Respekt und Anerkennung den Läufern und ihren Guides. Am Abend nach dem Lauf gab es ein Event der anderen Art. Eine Läuferparty im „engsten Rahmen“. Die Para Athleten, welche gemeinsam mit der Weltlaufelite im Tower Bright Hotel gastierten, waren zu einer internen After-Run Party geladen. Hier ergaben sich Möglichkeiten der Begegnung und des Austausches. Unvergessene Augenblicke mit Paula Radcliffe, Eliud Kipchoge, Mary Keitany, dem Para Athleten Heinz Frei u.v.m.
Der Para Weltcup Marathon war für unsere Athleten sowie für unser Blindenlaufschulteam ein grandioser sportlicher Höhepunkt und wird in unserer Vereinsgeschichte einen gebührenden Platz finden. Herzlichen Glückwunsch nochmals an die Athleten und besten Dank an die Bundestrainer Marion Peters.
Fotos: Unsere Athleten Hans- Reinhard Hupe und Steffen Klitschka mit ihren Guides. In ihrer Mitte E. Kipchoge- Sieger des London Marathon 2018 und amtierender Weltrekordhalter.

Bericht: Juliana Löffler

Deutscher Rekord in der Rollstuhlklasse F54 bestätigt

Para Leichtathletik -

Bei den Deutschen Hallenmeisterschaften am 24.02.18 in Erfurt sorgte Michael Sandmann für Furore. Michael Sandmann (SV 1883 Schwarza e.V.) startet in der Rollstuhlklasse F54 im Kugelstoßen und erzielte mit der 4 Kilogramm Kugel eine beachtliche Weite von 5,05 Meter.
Der Stoß wurde inzwischen offiziell als Deutscher Rekord in der Rollstuhlklasse F54 anerkannt.
Der TBRSV e.V. gratuliert zu dieser herausragenden Leistung.